MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Dipl.-Ing. Reinhard May

Ein technischer Beruf muss es sein

Reinhard May

Maschinenbauer
Ingenieur für Kältetechnik und Energieumwandlung

Poststraße 10 b

01731 Kreischa

Geboren wurde Reinhard May im Juli 1945, rund zwei Monate nach Kriegsende, im sächsischen Ehrenberg bei Sebnitz. Die Eltern waren Bauern. Doch mit Ackerbau und Viehzucht wollte Reinhard May nichts zu tun haben. Er interessierte sich viel mehr für Technik. Ab 1952 besuchte er die Grundschule. „Ich erinnere mich noch gut daran, dass wir acht Jahre lang gleichzeitig mit einer anderen Klasse Unterricht hatten“, weiß Reinhard May. 1960 wechselte er zur Erweiterten Oberschule (Gymnasium) nach Sebnitz und bestand die Abiturprüfungen erfolgreich. Um erst einmal einen Beruf in der Tasche zu haben, lernte er Maschinenbauer und studierte ab 1965 Kältetechnik an der Ingenieurschule in Meißen. Danach fing Reinhard May im damals renommierten Kernforschungszentrum der DDR in Rossendorf an, das zur Akademie der Wissenschaften gehörte. Dort beschäftigte er sich bis Ende 1991 mit der Überwachung von Kernkraftwerken. In dieser Zeit, es war 1972, nahm er ein Fernstudium in der Fachrichtung Energieumwandlung an der Technischen Universität in Dresden auf und schloss es 1976 mit dem Diplom ab. Die Wendezeit überstand der Wissenschaftler nahezu problemlos. „Ich hatte großes Glück. Schon im Januar 1992 fing ich bei der weltweit bekannten Fraunhofer-Gesellschaft an und befasste mich mit Sensoren zur Überwachung von Windkraftanlagen und von Eisenbahnradsätzen. Die neue Arbeitsweise unterschied sich wesentlich von der bisherigen. In der DDR bekamen wir das Geld vom Staat, jetzt mussten wir es durch Aufträge am Markt verdienen. Bis zum Renteneintritt 2010 arbeitete ich bei dieser Gesellschaft“, erzählt Reinhard May. Beharrlichkeit gehört zu seinen Stärken; Offenheit und Pünktlichkeit schätzt er an anderen Menschen. Nimmt jemand Termine nicht so ernst, dann hat derjenige schlechte Karten bei Reinhard May. Mit Haus- und Gartenarbeiten, Wanderungen, Radtouren, Volleyball im Sportverein hält er sich körperlich fit. Außerdem ist er aktives Mitglied im Garten-, Kultur- und Sozialverein Kreischa, besucht Theatervorstellungen und andere kulturelle Veranstaltungen. Reinhard May ist seit 1969 mit Gabriele, einer Erzieherin, verheiratet und Vater von Torsten, der Medizintechniker ist. Klavier möchte Reinhard May noch spielen können. Stolz sein kann er auf das beruflich Geleistete und auf seine Familie. Gesund zu bleiben, bedeutet für ihn Glück.
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