MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Werner Matschke

Künstlerische Berge bestiegen

Werner Matschke

Chordirektor ADC
Wilsdruffer Straße 20
01067 Dresden

Würdigt man das Leben von Werner Matschke, so ist als erstes der Sächsische Bergsteigerchor „Kurt Schlosser“ in Dresden zu nennen, den er vierzig Jahre von 1962 bis 2002 leitete und heute sein Ehrendirigent ist.. Für diese Chorgemeinschaft war er nicht nur Dirigent, sondern auch Komponist und Arrangeur, dessen Werke auch Eingang in das Repertoire anderer Sängergruppen im In- und Ausland fanden. Dabei stand für den 1932 in Dobristroh/Niederlausitz (heute Freienhufen) Geborenen erst gar keine künstlerische Laufbahn auf dem Lebensplan. Die achtklassige Volksschule beendete er 1946. Zwei Jahre später war er mit Beendigung der Lehre Geselle des Schlosserhandwerks und arbeitete in einer Brikettfabrik als Pressenschlosser. Seine Arbeit prädestinierte ihn für die Entsendung auf die Arbeiter- und Bauernfakultät (ABF) der Bergakademie Freiberg/Sa, wo er sich auf ein Hochschulstudium vorbereiten konnte, 1953 das Abitur schaffte und zum Auslandsstudium an das Leningrader Bergbauinstitut delegiert wurde. Die Musik begleitete ihn bereits seit jungen Jahren, sowohl instrumental wie als Chor- und Ensembleleiter trat er in Erscheinung und fiel mit solchen Bemühungen auch in der Stadt an der Newa positiv auf. Ungewöhnlich, aber berechtigt .- der Studienwechsel, empfohlen von Professoren des Rimsky-Korsakow-Konservatoriums, wurde genehmigt. Ab Dezember 1954 gehörte er zu einer rennomierten Dirigentenklasse dieser Hochschule. Sein Diplom erhielt er 1960 und wirkte fortan als Lehrer an der Hochschule für Musik „Carl Maria von Weber“ in Dresden. Assistent, Oberassistent, Dozent und Prorektor waren die Stationen, ehe er 1968 zum Direktor des neu errichteten Kulturpalastes in Dresden berufen wurde, und zur Freude der Dresdener für eine Vielzahl von nationalen und internationalen Festivals und vielen anderen Veranstaltungsformen sorgte. Auch das Internationale Dixielandfestival konnte er in enger Zusammenarbeit mit dem Radiosender „Stimme der DDR“ mit aus der Taufe heben. Bis 1991 förderte er in dieser Funktion Berufs- und Laienkunst in der Region. Mit dem Bergsteigerchor „Kurt Schlosser“ Dresden e.V. gab er auch als Gastdirigent Chorkonzerte in vielen europäischen Ländern, auch in den Vereinigten Staaten und in Kanada, im damaligen Leningrad (heute Sankt Petersburg), in Sofia, im schwedischen Uppsala und in vielen deutschen Städten in Ost und West. Seine Leistungen wurden 1982 mit dem Martin- Anderson-Nexö-Kunstpreis der Stadt Dresden gewürdigt.
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