MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Günther Maske

Ein Leben zwischen Katasteramt und Lesesessel

Günther Maske
Vermessungsingenieur i. R.

18273 Güstrow

Geboren am 21.09.1925 in Güstrow, musste Günther Maske während Kriegszeiten Arbeitsdienst, Wehrmacht und Ostfront miterleben. Er überlebte, verlor jedoch sein linkes Bein und konnte den erlernten Schlosserberuf nicht mehr ausüben. Nach 18 Monaten der Arbeitslosigkeit wählte er beim Rat des Kreises eine Zweitausbildung zum Vermessungszeichner, arbeitete im Beruf und bereute diese Entscheidung nie. Über Fernstudium in Dresden machte Günther Maske den Abschluss zum Vermessungsingenieur, bereicherte fortan das Katasteramt und avancierte 1963 zum Leiter des Liegenschaftsdienstes, in welchem Vermessungs- und Grundbuchamt miteinander verschmolzen. In Leitungsposition war selbstständiges Handeln gefragt. Katasterkarten als Teil des Grundbuchamtes mussten erhalten, erneuert oder ergänzt werden und jeder Akt endete in einer Urkunde. Günther Maske war bekannt für absolute Exaktheit und Akkuratesse, was er bei der Einhaltung und Durchsetzung von Bestimmungen auch von seinen 15 Mitarbeitern erwartete. Doch wurde der Ingenieur sehr glücklich in seinem Beruf, bildete Lehrlinge aus, führte ein harmonisches Kollektiv und konnte sich als gewissenhafter und freundlicher Chef der Achtung seiner Kollegen sicher sein. Der Leiter schätzte immer Menschen, die sich mit ihrer Arbeit identifizieren und dies taten in eingespieltem Team alle. Für sein großes Engagement wurde Günther Maske mehrfach ausgezeichnet und bekam u. a. die Verdienstmedaille der DDR für gute Arbeit überreicht. 1990 wurde das Dienstverhältnis mit 65 Jahren per Beschluss des übergeordneten Organs beendet. Enttäuscht zog er sich zurück in den Ruhestand. Kriegszeiten überstand er, doch meinte das Schicksal es später nicht immer gut mit ihm. Nach Herzoperation und gebrochener Hüfte kümmert sich heute eine Betreuerin um ihn, die mittlerweile zur Familie gehört – eine Familie, die für Günther Maske von enormer Bedeutung ist. Ehefrau Karla verstarb leider im Jahre 2005. Doch die Familie wuchs. Sohn Bernd wurde Bauingenieur, schenkte 3 Kindern das Leben und heute ist der einstige Ingenieur stolzer Großvater seines ersten Urenkelkindes. Gesundheit und Harmonie sind gleichbedeutend mit Glück, doch ein Füllhorn schöner Momente erlebt Günther Maske gleichsam im Lesesessel bei historischer Literatur.
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