MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Willi Markschat
Der Ingenieur
Triftweg 10 04924 Bad Liebenwerda Fon: 035341 / 14088
Als Sohn eines Töpfers und einer Landwirtin 1929 geboren, besuchte Willi Markschat erst vier Jahre die Volks- und dann sechs Jahre die Mittelschule, bevor er sich seinen Traum Ingenieur zu werden erfüllen wollte. Er bewarb sich an der Ingenieur-Schule in Mittweida, erhielt aber eine Absage. Die offizielle Version lautete, es gäbe zu viele Bewerber. Er wusste, es war, weil er kein FDJ-Mitglied war. So war der Traum zerplatzt, andere Entscheidungen mussten getroffen werden. Er entschloss sich für eine Ausbildung als Praktikant für Ingenieur-Wesen, war er doch so seinem ursprünglichen Berufswunsch nahe. Daran anschließend absolvierte er eine Lehre als Autoschlosser in der Firma Füller, arbeitete dort bis 1956. Nach erfolgreichem Meisterstudium wurde er als Leiter im Betrieb eingesetzt und war hier maßgeblich beteiligt bei der Umgestaltung des Betriebes zur PGH Wartburg. Die Geschäfte gingen gut, die Besuche im Wartburgwerk begeisterten ihn. Trotzdem war er offen für neue Herausforderungen. So warb man ihn ab, holte in die Firma Fortschritt Elsterwerda. Neben seiner praktischen Tätigkeit im Betrieb konnte er sich seinen Jugendtraum nun doch noch verwirklichen. Er nahm ein Ingenieur-Studium auf, das er erfolgreich abschloss. Damit hatte er die Voraussetzungen erlangt, als Leiter der Abteilung Musterbau eingesetzt zu werden. Hier stellte er sich großen Herausforderungen wie dem Bau eines Melkkarussells, erst für 16 und später gar für 40 Kühe. Er zeichnete verantwortlich für 25 Mitarbeiter, blieb im Betrieb bis zum Erreichen des Rentenalters. Für ihn gilt: Rentner haben niemals Zeit. Er bewirtschaftet ein 5500 m2 großes Grundstück, hat sich eigens dafür einen kleinen Traktor gebaut, eine eigene, kleine Werkstatt eingerichtet. Neben Kleintierhaltung hat er bis 2010 Weihnachtsbäume angebaut und vermarktet. Diesen Part hat inzwischen sein Schwiegersohn übernommen.
Seit 1952 an seiner Seite und alle Lebensphasen miterlebt hat Ehefrau Agnis. Ihre gemeinsame Tochter Heidrun hat dafür gesorgt, dass die Markschats heute Oma und Opa von zwei Enkeln sind – ihr Stolz und ihre Freude.