MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Harald Malluche

Ein humorvoller Mann der Tat

Harald Malluche

Elektro-Ingenieur
Inhaber einer Pension
99084 Erfurt

Internet: www.pension-malluche.de

Harald Malluche kam am 29.03.1943 in Liegnitz (Schlesien) zur Welt. Da sein Vater im Krieg war, floh die Mutter 1945 mit ihm und seinem Bruder allein. Nachdem sie im thüringischen Auffanglager Meiningen angekommen waren, lebten sie fortan bei einer Familie in Stotternheim, die selbst einige Kinder hatte, aber bereitwillig half. Harald Malluches Vater, ein gelernter Müllermeister, arbeitete während der schlesischen Zeit im Ministerium für Landwirtschaft Krakau und war selbstständiger Müllermeister. Nach seiner Rückkehr aus dem Krieg kam er anfangs als Geselle in einer Stotternheimer Mühle unter. Später pachtete er ein Objekt bei Bad Tennstedt und zog mit seiner Familie ein. Nach der Geburt eines weiteren Kindes kaufte er die Mühle in Stotternheim, wo Harald Malluche dann den Großteil seiner Kindheit verlebte. Eingeschult wurde er noch in Großurleben, ging dann aber von der zweiten bis zur achten Klasse in Stotternheim zum Unterricht. Anschließend besuchte er vier Jahre das Internat der Erweiterten Oberschule Neudietendorf. „Unsere Familie ist katholisch. Ich war einer von wenigen, der ohne Jugendweihe dort aufgenommen wurde.“ 1961 erlangte Harald Malluche sein Abitur. Im Vorfeld des beabsichtigten Studiums wurde er zum Starkstromanlagenbau Erfurt vermittelt, wo er nach 1,5 Jahren den Elektromonteur-Facharbeiter machte. Aus politischen Gründen blieb ihm ein Studienplatz an der TH Ilmenau jedoch verwehrt, so dass er weiterhin in seinem Lehrbetrieb arbeitete. Dieser delegierte ihn später an die Ingenieurschule Wismar, wo er nach 3 Jahren als Ingenieur für Elektrotechnik abschloss. Fortan arbeitete er als Gruppenleiter im Starkstromanlagenbau Erfurt und war bis zur Wende in verschiedenen Abteilungen, z.B. als wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Projektierung, tätig. Außerdem war er Gewerkschaftsmitglied, AGL Vorsitzender und als Parteiloser immer ein kritischer, weltoffener Geist. Von der Wende bis zu seiner Pensionierung 2008 arbeitete Harald Malluche als Betriebsratsvorsitzender der von Siemens übernommenen Erfurter Niederlassung und war zugleich Gesamtbetriebsratsmitglied von Siemens Deutschland. Parallel führte seine Frau Ursula mit seiner Unterstützung als Franchiseunternehmerin für einige Jahre eine Sauerstoffkurstation. Anschließend wurde die historische Jugendstilvilla zur „Pension Malluche“ umgebaut, die Harald mit seiner Familie bis heute erfolgreich betreibt. Geheiratet haben Ursula und Harald Malluche 1969, sind mit Antje und Conny Eltern zweier Töchter und Großeltern dreier Enkel. Seine Freizeit gestaltet der 73–jährige gern auf sportlicher Ebene. „Abfahrtslauf, Tennis oder Wasserski betreibe ich regelmäßig“, erzählt er. Einen Großteil seiner Zeit verbringt er in seiner in DDR-Zeiten selbst erbauten Datsche an der Hohenwarte-Talsperre. Berufliche wie private Aufgaben hat Harald Malluche mit Humor und Fleiß gemeistert, ist stolz auf das, was er geschaffen hat und schaut zurück auf arbeitsreiche, erfüllte Jahre seines Lebens.
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