MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Harry und Marlies Mahler

Spätes Glück

Harry und Marlies Mahler

Diplomingenieur (FH) für Schweißtechnik
Krankenschwester

Dornheimstr. 54
99099 Erfurt

Harry Mahler wurde am 21.06.1934 in Seimeny (Bessarabien) geboren. 1940 erfolgte seine Umsiedlung in den Warthegau. Aus diesem Gebiet wurde er mit seiner Familie 1945 vertrieben und 1946 in Thüringen sesshaft. Im Sudetenland eingeschult, beendete er in Bad Tennstedt die Schule nach der 10.Klasse und erlernte anschließend zwei Jahre den Beruf des Maschinenschlossers im VEB Pumpenfabrik Erfurt, einem Teilbetrieb des Ventilatoren– und Apparatebaus. Danach bewarb er sich für Stahlbau an der Ingenieurfachschule für Schwermaschinenbau in Roßwein. Im ersten Semester wechselte Harry Mahler in den dort neu aufgebauten Bereich Schweißtechnik und wurde Schweißfachingenieur. Nach Beendigung des Studiums arbeitete er von 1956–1959 beim Kranbau Schmalkalden, bevor er wieder zu seinem alten Lehrbetrieb, dem Ventilatoren– und Apparatebau Erfurt, zurückkehrte. Hier war er bis zur Auflösung der Firma 1963 tätig. Von 1964–1990 beschäftigte ihn das Bau– und Montagekombinat Erfurt (BMK) als Hauptschweißingenieur. In dieser Funktion war er für die ordnungsgemäße Ausführung und Kontrolle der Schweißarbeiten sowie für die Anleitung von 1500 Schweißern und 20 Schweißingenieuren in 10 Kombinatsbetrieben verantwortlich. Im Zuge der Wende wurde der Betrieb aufgelöst. Nach einer kurzen Phase der Umorientierung fand Harry Mahler 1990 bei der Handwerkskammer Erfurt eine neue berufliche Perspektive als Leiter der schweißtechnischen Ausbildung, die ihn zum Eintritt ins Rentenalter 1997 ausfüllte. Er war für die gesamte Planung der Kursstätte verantwortlich und später – bis zum 70. Lebensjahr – auch als Prüfer für die Handwerkskammer und andere Ausbildungsstätten tätig. Bis heute ist er Mitglied im Deutschen Verband für Schweißtechnik. Marlies Mahler kam am 06.10.1939 in Weimar zur Welt und wuchs in Bad Berka auf. Hier besuchte sie die Grundschule und anschließend die Oberschule bis zum Abitur. Ihr Vater war im Krieg gefallen. Da ihre Mutter alleinerziehend war, kam ein Studium aus finanziellen Gründen leider nicht in Frage. Marlies absolvierte deshalb eine zweijährige Ausbildung im Waldkrankenhaus Halle-Dölau und erlernte den Beruf der Krankenschwester. Nach einem Pflichtjahr in Buttstedt arbeitete sie bis1999 an der Erfurter Frauenklinik der medizinischen Akademie. Seit ihrem 27. Lebensjahr und nach mehreren Zusatzqualifikationen, wie einem zweijährigen Direktstudium in Potsdam, war sie hier durchgängig als leitende Oberschwester tätig. An der damals größten Frauenklinik der DDR (520 Erwachsenen- und Säuglingsbetten) hatte sie Einsatz und Kontrolle von über 400 Fach- und Hilfskräften zu leiten. Entgegen ihrer Absicht noch andere Städte und Kliniken kennenlernen zu wollen, blieb sie hier bis zum Eintritt ins Rentenalter. Im Jahr 1986 heirateten Marlies und Harry Mahler, haben aber keine gemeinsamen Kinder. Harry Mahler hat vier Kinder und mittlerweile fünf Enkel, zu denen ein gutes, familiäres Verhältnis besteht. Ihre Freizeit gehört dem liebevoll gepflegten Gartengrundstück und den beiden Katern, die dort leben. „Glück ist, dass wir uns so gut verstehen und das Leben hoffentlich noch lange bei guter Gesundheit und ein paar schönen Reisen miteinander teilen können.“
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