MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Siegrun und Klaus-Peter Manigk
„Gemeinsam sind wir stark!“
Pensionäre
Neutorstr. 8
17033 Neubrandenburg
Fon: 0395 / 5824633
Nietzsche ließ einst wissen: „Eine gute Ehe beruht auf dem Talent zur Freundschaft.“ Siegrun und Klaus-Peter Manigk gingen durch Höhen und Tiefen, erlitten Schicksalsschläge, fanden ihren gemeinschaftlichen Nenner und ergänzen den Philosophen mit den eigenen Worten: „Gemeinsam sind wir stark!“ Und das sind sie auf der Basis von Ehrlichkeit und abgrundtiefem Vertrauen.
Geboren wurde Siegrun Manigk am 28.05.1943 in Uebigau/Elster. Nach der Schule fand sie leider keine Lehre zur Schneiderin. Sie begann eine Ausbildung als Friseuse und erkannte, den größten Fehler ihres Lebens begangen zu haben. Der Meister schlug und demütigte. Siegrun Manigk brach die Lehre 1959 ab, begann als Produktionsarbeiterin und pausierte nach Geburt ihrer Söhne René und Jörg 10 Jahre für deren intensive Erziehung. 1978 stieg sie in Neubrandenburg als Reinigungskraft erneut in den Berufsprozess ein. Ohne davon profitieren zu können, musste sie sich nach der Wende Umschulungen und Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen unterziehen – eine schlimme Situation, die sich in die Länge zog. 2006 entschied sich Siegrun Manigk ein Jahr vorfristig für den Rentnerstatus.
Klaus-Peter Manigk wurde am 13.06.1941 in Lutherstadt Wittenberg geboren. Um die Omi pflegen zu können, zog die Familie 1946 nach Falkenberg. ½ Jahr später wurde deren Haus von der Roten Armee beschlagnahmt, um Offiziersfamilien unterzubringen. Umzug erfolgte innerhalb des Ortes. 1956 ließ er sich am Braunkohlenkraftwerk Lauchhammer zum Bergbaumaschinisten ausbilden, begann bei den Luftstreitkräften der Armee seine Grundausbildung und besuchte die Offiziersschule Kamenz.
1963 begann er als Flugzeugtechniker in Karlshagen. 1966 heiratete das Paar. Klaus-Peter Manigk zog mit seiner Frau nach Neubrandenburg, arbeitete weiterhin als Techniker und schied 1976 aus der Armee aus. Am Reparaturwerk Neubrandenburg fand er eine Stelle als Technologe und stieg 1982 zum Gruppenleiter im Rationalisierungs- und Betriebsmittelbau auf.
Die deutsche Vereinigung bescherte ihm vorerst nur Umschulungen und Jobs in Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen (ABM). In dieser Zeit fand er Kontakt zu einer ABM-Gruppe, die sich mit nachwachsenden Rohstoffen, d. h. Herstellung von Erzeugnissen aus nachwachsenden Rohstoffen beschäftigte. Aus diesen Anfangsideen wurde eine ABM mit dem Ziel einer Ausgründung abgeschlossen. Diese Ausgründung erfolgte in Neubrandenburg. In dieser Zeit wurde auch eine komplette Produktionsanlage entwickelt und gebaut. Das Unternehmen begann mit fünf Mitarbeitern. 2006 begab sich Klaus-Peter Manigk in den Ruhestand, wurde Renter.
René arbeitet heute in einer Firma der Autoindustrie in Ingolstadt/ Donau. Jörg verunglückte bei einem Autounfall tödlich. Nicht genug damit. Siegrun Manigk muss nach einem Schlaganfall gesundheitliche Einschränkungen ertragen. Doch irgendwann ging das Leben weiter und bei ihrer gemeinsamen Stärke haben Manigks ihre Talente zur Freundschaft en masse unter Beweis stellen können. Beide waren gesellschaftlich sehr eingebunden. Unter anderem war Klaus-Peter Manigk zehn Jahre als Elternvertreter bei seinem Sohn Jörg tätig und bis zur Krankheit seiner Frau als ehrenamtlicher Funktionärund Übungsleiter im Kinderbereich seiner Heimatstadt tätig.