MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Horst Maltritz
Von Zweirad bis Oldtimerautos
Zweiradhandel & Kfz-Service
Blumenstr. 9
06571 Donndorf
Fon: 034672/ 65509
Internet: www.zweirad-maltritz.de
Horst Maltritz liebt seine Heimat im Ostthüringischen. Am Rand des Höhenzuges Hohe Schrecke ist der 1949 Geborene in Gehofen aufgewachsen, ehe das nahe Donndorf zum Wohn- und Arbeitssitz wurde. Die Wälder der Hohen Schrecke sind ihm vertraut, im Urlaub zieht es ihn aber gern in die höheren Berge, in die Südtiroler Alpen, wo er den Kopf frei bekommt von den kleinen und größeren Problemen des Alltags. Nach achtjähriger Schulzeit erlernte Horst Maltritz den Beruf eines Feinblechners. In diesem Metier arbeitete er auch die ersten Jahre im VEB Plastmaschinenwerk Wiehe, unterbrochen vom Ableisten der Wehrpflicht. Mit dem Meisterlehrgang 1970/73 verband er den Abschluss der 9. und 10. Klasse. Nun als Meister ausgewiesen, wechselte er in die Instandhaltung des VEB Chemische Werke Buna, Außenstelle Roßleben. Als passionierter Motorradliebhaber nutzte er in den Siebzigern die Möglichkeit, eine eigene Reparaturwerkstatt für Zweiräder zu eröffnen. Diese schloss er jedoch ca. fünf Jahre später wieder, da die Ersatzteilversorgung nur unzureichend gesichert war. Bis 1990 erneut angestellt in einer regionalen Forschungsstelle im Instandhaltungsbereich, ereilte ihn dann auch die Entlassung. Unter den neuen gesellschaftlich-ökonomischen Bedingungen fiel es ihm leicht, in die Selbständigkeit zu gehen. Von Vorteil war, dass Werkstatt, Büro und Verkaufsraum auf eigenem Grundstück entstehen konnten. Am Anfang bestimmten Moped-Reparaturen das Geschehen, auch wenn in jenen Jahren viele junge Menschen seiner Region der Arbeit wegen in westliche Himmelsrichtung abwanderten, ihm fortan in der Klientel fehlten. Doch mit Geduld und handwerklicher Sorgsamkeit erarbeitete sich Horst Maltritz einen Ruf, der bis heute trägt und ihm im Umkreis von ca. 40 Kilometern zum geschätzten Inhaber seines Servicebetriebes macht. Neben dem Handel und der Reparatur von zweirädrigen Fahrzeugen hat sich sein Geschäftsfeld längst auf den kompletten Kraftfahrzeugservice auch für Autos ausgeweitet und die Stammkundschaft vertraut auf seine Kenntnisse, sein Geschick, seine Flexibilität. Das grundlegende Knowhow ermöglicht ihm, alle Typen und Marken zu betreuen, die ihm vor die Tür gestellt werden (oder die er beim Kunden zu Hause abholt). Gern lässt er auch Oldtimern seine Liebe angedeihen. Ehefrau Gisela (Heirat 1970) ist derweil die gute Seele, die im Büro mithilft, den „Laden" in Schwung zu halten. Sohn Dominik ist zwar als Wirtschaftsprofessor einen ganz anderen Weg gegangen, aber für eine Fortführung der Firma scheint trotzdem gesorgt. Einer seiner Angestellten wird übernehmen, wenn Horst Maltritz in den Ruhestand wechseln will, der beim mit Kunden und Geschäft verwachsenen Meister sich vom Unruhestand wohl nur graduell unterscheiden wird. Die eigene Obstplantage wird ihn zumindest auch dann noch beschäftigen.