MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Kerstin Löffler

Erfolgreiche Seiteneinsteigerin in der Gastronomie

Kerstin Löffler
Inhaberin Gasthof und Eiscafé „Im Jerichower Land“

Berliner Chaussee 1
39307 Elbe-Parey/OT Hohenseeden
Fon: 039344 / 96937

Hätte man Kerstin Löffler an der Schwelle ihres Erwachsenendaseins prophezeit, dass sie später im Leben eine erfolgreiche Inhaberin einer Gaststätte sein wird, hätte sie sicherlich ungläubig geschaut. Ihre berufliche Laufbahn nahm anfänglich einen ganz anderen Verlauf. Geboren wurde sie 1964. Aufgewachsen ist sie in Hohenseeden, einem Dorf zwischen Burg und Genthin im Jerichower Land. Ihrem Heimatdorf hielt sie bis heute die Treue. Nach dem Abschluss der mittleren Reife absolvierte sie eine Ausbildung zur Zootechnikerin mit Abitur. Ihr Berufsziel war klar abgesteckt. Nach der Lehre folgte ein Studium. Nach drei Jahren war sie Agrar-Ingenieurin. Es folgte eine Tätigkeit in der landwirtschaftlichen Genossenschaft ihres Heimatdorfes. Zwischenzeitlich verheiratet und etwas später Mutter einer Tochter, erschien das berufliche und private Leben einen vorhersehbaren Verlauf zu nehmen. Doch dann kam die deutsche Wiedervereinigung. Die LPG in Hohenseeden wurde umstrukturiert. Kerstin Löffler musste sich beruflich neu orientieren. Sie wurde für zehn Jahre Leiterin eines Super-Marktes in Genthin. Die Genossenschaft in Hohenseeden war seit 1994 auch Eigentümerin eines Eiscafés am Ort. Im September 2000 erhielt sie vom Chef der Agrargenossenschaft das überraschende Angebot zur Übernahme des Cafés. Kerstin Löffler überlegte nicht lange und nahm an. „Ich habe mich ohne jegliche Erfahrung blauäugig in das Geschäft gestürzt“, erinnert sie sich. Durch staatliche Förderung als Existenzgründerin gab es eine notwendige finanzielle Abfederung. Das ganze Objekt erhielt ein neues Ambiente. Eltern und Geschwister halfen mit. Eine erfahrene Mitarbeiterin wurde übernommen. Aus dem Eiscafé formte Kerstin Löffler eine Gaststätte mit vielfältigem Angebot und einem außerordentlich gemütlichen Ambiente. Zur eigenen Speiseeisproduktion kam der hausgebackene Kuchen und eine ländliche Speisenkarte mit Wildspezialitäten und zur Saison im Spargeldorf Hohenseeden natürlich Spargelgerichte. Etwa eine Tonne Spargel wird in ihrer Küche pro Saison verarbeitet. An sieben Tagen in der Woche hat ihr Gasthof geöffnet. Auch für Durchreisende auf der Bundesstraße 1 lohnt sich zu jeder Zeit die Einkehr. Aus der ehemaligen Zootechnikerin und Agrar-Ingenieurin ist eine Gastronomin geworden, die durch Können und Freundlichkeit überzeugt.
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