MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Hartmut und Christwerda Machts

„Du schaffst das, du kannst das, du willst das!“

Hartmut und Christwerda Machts

Produktionsarbeiterin
99887 Hohenkirchen 

Sie ist aufgewachsen in Hohenkirchen in Thüringen, wo sie jetzt noch mit ihrer Familie wohnt. Christwerda Machts kam 1960 in Gotha zur Welt. Die Produktionsarbeiterin ist seit 1981 mit ihrem Mann Hartmut (mit Leib und Seele Handwerker, Klempner, arbeitet bei Multicar in Waltershausen) verheiratet. Das Ehepaar hat zwei Kinder und zwei Enkel. Tochter Eileen erblickte 1981 das Licht der Welt und ist gelernte Speditionskauffrau. Sohn Pascal, geboren 1991, ist wie sein Vater bei Multicar Waltershausen beschäftigt. Christwerda Machts besuchte von 1967-1977 die Schule, anfangs in Hohenkirchen, später in Herrenhof und schließlich in Georgenthal. Nach dem Abschluss der 10. Klasse wäre sie gern zur Deutschen Post gegangen, doch ihre Vorstellungen erfüllten sich nicht. Christwerda lernte beim VEB Gotha Herrenmoden Industrieschneiderin. Die Arbeit am Band, nach Leistung bezahlt, war für die junge Frau zu schwer. Sie bewarb sich in einem Ohrdrufer Schneiderbetrieb (Strick-Ulrich), der Pullover herstellte. Nach zehn Monaten wurde sie schwanger und musste viel Zeit im Krankenhaus zubringen. Ein Jahr blieb sie mit ihrer Tochter nach deren Geburt zu Hause, denn es gab für die Kleine keinen Krippenplatz. In Heimarbeit nähte Christwerda Machts für eine Spielwarenfirma begehrte Plüschtiere für den Export, um Geld zu verdienen. Doch gesundheitsbedingt ging dies nicht lange, so dass sie sich eine Anstellung in einem Pflegeheim als technische Kraft in der dortigen Nähstube suchte. Nach fünf Jahren wollte sich Christwerda Machts beruflich wieder verändern und vor allem ihren Arbeitsweg verkürzen. Sie konnte in einem kleinen Betriebsferienheim in Georgenthal anfangen. Dort verlebten Menschen aus einem Naumburger Betrieb ihren Urlaub, die diese Ferientage als Auszeichnung, auch für ihr politisches Engagement, erhielten. Für 30 Familien schälte Christwerda Machts Kartoffeln, machte die Hotelzimmer sauber und bekam nach und nach mehr Verantwortung übertragen, zum Beispiel das Kochen. Ihr damaliger Chef erklärte stets: „Du schaffst das!“ Christwerda Machts hat das nie vergessen und ergänzt heute für all ihr Tun: „Du kannst das, du willst das!“ Sie hat sich auch neuen beruflichen Herausforderungen gestellt, als die Wende kam und es das Ferienheim nicht mehr gab. Ihr Bruder machte sich mit einem Kfz.-Service selbstständig und sie unterstützte ihn, arbeitete bis 2000 im Büro der Werkstatt. Das Betriebsklima veränderte sich, so dass sich die Thüringerin erneut nach einer anderen Arbeit umschaute. Sie fing im Süßwarenbetrieb Storck an. Mittlerweile ist Christwerda Machts 18 Jahre als Produktionsarbeiterin und Maschinenführerin dabei. „Man kommt mit vielen Menschen zusammen und das Geld stimmt“, erklärt sie. Sie sieht sich als Team-Mensch, der sich immer selbst gefordert hat. Christwerda Machts besucht oft Flohmärkte als Ausgleich zur Arbeit und – sie reist gern.
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