MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Georg Löschner

„O Musica, du edle Kunst, dir wird groß Lob gegeben“

Georg Löschner

Orchestermusiker
Otto-Lilienthal-Str. 10
08468 Reichenbach
Fon: 03765 / 14488

Eigentlich wollte er, familiär bedingt, Klempner werden, doch dann gewann die Musik die Oberhand. 1933 in Lößnitz/ Erzgebirge zur Welt gekommen, besuchte Georg Löschner ab 1939 die Hauptschule, 1947 mit der 8. Klasse abgeschlossen. Schon in jungen Jahren hatte er gern gesungen, auch in der örtlichen Kurrende, dann kauften die Eltern ihm eine Geige, privater Unterricht bereitete ihm Freude, durch entsprechende Fortschritte konnte er in zwei Jahren an der Musikschule in Lößnitz seine Fähigkeiten auf der Violine vervollkommnen, dazu mit dem Nebeninstrument Tenorhorn auch der blasenden Zunft Reverenz erweisen. Privat erlernte er zusätzlich noch das Gitarrespiel. Als 1949 die Schule geschlossen wurde, wechselte er nach Reichenbach/ Vogtland, wo gerade ein Stadtorchester aufgebaut wurde und er beim ersten Sinfoniekonzert im neu eröffneten Neuberin-Haus dabei sein konnte. Nun begann sein Leben als Orchestermusiker, anfangs schmal bezahlt, die erste Montagsgage betrug gerade mal 50 Mark. Da kam ihm die Gitarre zugute, denn bei Tanzmusik in verschiedenen Kapellen durfte sich das Einkommen aufbessern. Daneben nahm er weiter Unterricht, um die Freude an der Musik auf hohem Niveau leben zu können. 1952 wurde die Musikergemeinschaft zum Kreisorchester erhoben und firmierte später als Vogtlandorchester Reichenbach. Georg Löschner wurde Stimmführer der Gruppe der 2. Violinen, widmete sich auch der Kammermusik im Streichquartett. 43 Jahre durfte er im gesamten sinfonischen Bereich die Werke der großen Meister aus Vergangenheit und Gegenwart mit den Orchesterkollegen musizieren. 1992 machte er Jüngeren Platz, ging in den Vorruhestand. Aber wer die Musik liebt, pflegt sie weiterhin. Als Mitglied der „Zwickauer Kaffeehaus-Musikanten“ ist Georg Löschner bis heute in der Region unterwegs, spielt Geige und Gitarre, lässt seine Stimme hören bei Gesang, Rezitation und Moderation. Denn die Liebe zur Literatur, eine Vielzahl von Gedichten kann er auswendig, noch kommen neue dazu, gehörte ebenso zu den Freuden, die ihn prägten. Eine weitere Freude war ihm die Familie. Frau Sonja, Heirat 1952, war als Damenschneiderin tätig, Tochter Birgit, die beiden Enkel und Urenkel erweiterten den Kreis. Georg Löschner, Kulturbundmitglied von 1950 bis heute, verpasst selten die Konzerte in seiner Stadt, hat deshalb ein Abonnement, doch erfreut er sich auch an Jazz- und Beatmusik.
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