MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Christine und Manfred Macht
Planziel Gold
Krankenschwester
Werkzeugmacher, Staats- und Rechtswissenschaftler
Katzenberg 14
01683 Nossen
1966 gaben sich Christine und Manfred Macht das Jawort, nun steht für 2016 das 50. Jubiläum an, goldene Aussichten. Kennengelernt hatte sich das Paar, als beide in Dresden zur Ausbildung untergebracht waren.
Als Christine Käseberg kam sie 1948 in Heynitz (Mittelsachsen) zur Welt. Sie besuchte die Schule bis zum Abschluss der 10. Klasse. Ihr früher Wunsch, Krankenschwester zu werden, realisierte sich in einer dreijährigen Ausbildung in Dresden. Nach dem Staatsexamen wurde sie am Krankenhaus Nossen tätig. Später wechselte sie zum Krankenhaus in Meißen auf die Intensivstation, dann für sieben Jahre in den ausschließlichen Nachtdienst auf der Frauenstation. Mit größtem Engagement gelang es ihr, Beruf und die Geburt wie Betreuung von fünf eigenen Kindern (vier Jungen, ein Mädchen) zu vereinen. Doch nach dem fünften Kind wurde die Belastung durch den Schichtdienst zu groß, sie arbeitete ein Jahr stundenweise in der Kinderkrippe, fünf Jahre in einer großen Wäscherei. Dann folgten zwölf Jahre im Nossener Pflegeheim. 2001 setzte die Gesundheit ihrem beruflichen Wirken Grenzen. ?Manfred Macht kam 1946 noch im dem schlesischen Ort Märzdorf (Glatzer Bergland) zur Welt. Noch im Herbst desselben Jahres wurde die Familie ausgesiedelt, fand in der Altmark neue Heimat. In Letzlingen schloss er die 10. Klasse ab. Am Rehabilitationszentrum für Berufsbildung (RZB) Dresden konnte er eine Lehre zum Werkzeugmacher trotz frühzeitiger Probleme mit der Schulter erfolgreich abschließen. Nur kurz arbeitete er danach auf der Magdeburger Werft, dann für vier Jahre, es zog ihn in die Heimat seiner baldigen Frau, im VEB Werkzeug- und Formenbau Meißen. Neue Aufgaben warteten, als er überredet wurde, das Amt des Bürgermeisters in der Gemeinde Starbach zu übernehmen, Anfang des Jahres eingesetzt, im März durch Wahlen bestätigt. Vier Jahre später übernahm der Gemeindezweckverband die Verwaltung, in der Manfred Macht als Kulturreferent tätig wurde. Ein viereinhalbjähriges Fernstudium in Weimar machte ihn zum Staats- und Rechtswissenschaftler. Doch nach dem erfolgreichen Abschluss zog es ihn in die Industrie. Er begann in der Abteilung für Sozialökonomie des VEB Noremat Nossen, wechselte 1985 als Leiter Beschaffung und Absatz zum VEB Orthopädie- und Lederwaren Nossen, avancierte zum stellvertretenden Betriebsleiter. Als der Betrieb 1990 reprivatisiert wurde, er zudem seiner Gesundheit Tribut zollen musste, konnte er 1991 bereits berentet werden.