MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

Gesamte Liste anzeigen

Günter Lönnig

Einer von uns.....

Günter Lönnig

seit 14.10.2010 Ehrenbürger der Gemeinde Möhlau
Neue Heine-Str. 5 a
06773 Gräfenhainichen
Fon: 034953 / 89135

....würden die Bürger des Ortsteils Möhlau sagen, befragt man sie zu ihrem Bürgermeister. Sie haben ihn nicht nur gewählt, sie haben um ihn gekämpft, weil sie fanden er ist es wert. Dabei begann das Arbeitsleben des 1940 Geborenen wie das eines jeden jungen Menschen. Er beendete die 8-klassige Schule, wollte Lokführer werden. Geworden ist er Schmelzschweißer, weil die Vorstellung von einem Beruf und die regionalen Ausbildungsmöglichkeiten zweierlei sind. Seine Arbeit in der Zentralwerkstatt Gräfenhainichen, im Gasometerbau, in den Kraftwerken Schwarze Pumpe und Lübbenau waren Grundlage für sein Studium an der Ingenieur-Schule Rosswein mit dem Abschluss Schweißfachingenieur 1968. Als Prüfingenieur für zerstörungsfreie Werkstoffprüfung arbeitete er im Industrie- und Kraftwerkrohrleitungsbau in Bitterfeld, als Abteilungsleiter führte er diesen Bereich von 1974–1975. Am 01.10.1975 stellte er sich einer neuen Herausforderung, reiste in die Ukraine, um an der Trasse als Gewerkschaftsfunktionär seiner Arbeit nachzugehen. Fünf Baustellen mit je 15–20 Betrieben waren dort vorhanden, 500 km Rohrleitungen wurden hier von 6000–7000 Trassenbauern unter schwierigsten Bedingungen verlegt. Die Betreuung der einzelnen Abschnitte durch FDJ, Partei und Gewerkschaft galt es abzusichern. Zwei Jahre (1975–1977) wurde Günter Lönnig in dieser Zeit von seiner Frau Margot und den Kindern Andreas und Manuela begleitet. 1979 zurückgekehrt und mit einer Berichtsarbeit betraut, absolvierte Günter Lönnig 1980–1983 ein Studium an der Gewerkschaftshochschule, das er als Diplom-Gesellschaftswissenschaftler abschloss. Beim Kreisvorstand des FDGB Gräfenhainichen als Sekretär für Arbeit, Löhne und Sozialpolitik eingesetzt, wurde er 1990 zum Vorsitzenden gewählt, als der bisherige wegen Staatsnähe zur DDR abgewählt wurde. Am 01.10.1990 fiel ihm damit die Aufgabe der Auflösung dieser Institution zu. Eigene Arbeitslosigkeit (1990–1992) wurde beendet durch seine Arbeit als Geschäftsführer des Fremdenverkehrsverbandes Dübener Heide 1992–1994. Eine ABM-Stelle, die abgelöst wurde von seiner Tätigkeit als Betriebsleiter der Ökotour Sanierungsgesellschaft Seyda. Im gleichen Jahr stellte er sich erstmals der Wahl zum Bürgermeister, übernahm dieses Amt. Stets auf Bürgernähe bauend, sich der Bevölkerung, Ihrer Sorgen und Nöte stellend, Bürgerinitiativen fördernd, Landtagsabgeordnete zu Straßenversammlungen einladend, erreichte er viel in der ersten Wahlperiode und wurde 2001 erneut zum Bürgermeister gewählt. Querelen und Machtspielen begegnete er – gesundheitlich davon angeschlagen – mit der Niederlegung des Amtes am 14.02.2002. „Seine“ Bürger ließen sich das nicht gefallen, kämpften um „ihren“ Bürgermeister, ermutigte ihn in einer bewegenden Versammlung die Herausforderung erneut anzunehmen. So überzeugt, sich der Führsprache der Wähler bewusst, mit 85 % Stimmen erneut gewählt, fungiert er heute wieder als Ortsbürgermeister. Er ist stolz auf das Erreichte, freut sich als Fußball-Fan über die Ergebnisse der Kegelmannschaft der Frauen des Sportvereins Glückauf in Möhlau, die sechs Jahre in der 1. Bundesliga spielten und spielt doch selbst auch in oberster Liga, wie seine Wähler finden.
Gesamte Liste anzeigen

  • Der Verlag
  • Gesichter der Regionen
  • VWM-Info
  • Menschen und ihre Gesichter
  • Suche
  • Ihre Empfehlung
  • Unser Anliegen
  • Kontakt
  • Impressum
  • Datenschutz