MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

Gesamte Liste anzeigen

Joachim Lutze

Das Beste aus dem machen, was man hat

Joachim Lutze
Landschaftsarchitekt

04129 Leipzig  

Joachim Lutze hat sein Hobby zum Beruf gemacht. Am 27.10.1949 kam er in Schkeuditz zur Welt, die Familie zog nach Thüringen. Er beendete die 8. Klasse in Neustadt und ging dann an die EOS nach Stadtroda, wo er sein Abitur mit Berufsausbildung zum Gärtner 1968 abschloss. Für ihn stand fest, dass er dauerhaft in diesem Bereich tätig sein wollte, also bewarb er sich um einen Studienplatz. Vorab musste er ein praktisches Jahr in der sozialistischen Produktion erbringen. Er leistete es beim VEB Garten- und Landschaftsgestaltung Halle ab, wirkte am Aufbau von Halle-Neustadt mit. Danach absolvierte er von 1969-72 die Ingenieurschule für Gartenbau in Erfurt, Fachrichtung Garten- und Landschaftsgestaltung. Im Anschluss wurde er an das Planungsbüro des Leipziger Verkehrs- und Tiefbaukombinates vermittelt. Nach einem guten halben Jahr folgte die Einberufung zur NVA. Er kam zu den Baupionieren, wurde in Bernau beim Bau von Atombunkern als Vermessungsleiter eingesetzt. 1974 ging er ins Planungsbüro zurück, wo in den kommenden Jahren zahlreiche interessante Projekte auf ihn warteten. In Leipzig wurde viel gebaut, bis heute kann er in vielen Gegenden seine Handschrift wiedererkennen – zum Beispiel in Grünau, Möckern, Thekla und dem Musikerviertel. Als 1989 die Mauer geöffnet wurde, befand er sich gerade auf einem Architektenkongress in Prag. Die Wende brachte zunächst keine beruflichen Nachteile. Die ehemaligen Chefs des Planungsbüros gründeten eine GmbH, Herr Lutze konnte im gleichen Büro nahtlos weiterarbeiten. Die Arbeit machte oft sogar mehr Spaß: Die Projekte waren vielfältiger, die Umsetzung weniger bürokratisch, dafür schneller und erfolgreicher. Objekte im Leipziger Umland wie verschiedene Altenpflegeheime, der Kurpark Bad Lausick oder der Marktplatz Brandis waren ebenfalls spannende Herausforderungen. Ab 1992 war er als Mitglied der Architektenkammer vorlageberechtigt. Doch leider verkleinerte sich das Büro stetig und Ende 2002 wurde auch er entlassen. Auf seine Bewerbungen gab es nur wenig Resonanz, viele Absagen kamen wahrscheinlich altersbedingt. Ab 2003 konnte er über verschiedene ABM-Stellen wieder in seinem Fachgebiet tätig werden. Er arbeitete für Umwelt Consult Leipzig, die Leipziger Naturgemeinschaft und Columbus e.V., erarbeitete Flyer zu Leipzigs Fließgewässern und leitete als Projektkoordinator Pflegemaßnahmen an Leipziger Schulen sowie in Zusammenarbeit mit dem Forstamt Arbeitsgruppen zur Sauberhaltung der Leipziger Wälder. Sein Motto war dabei immer „Es gibt nur eine wahrhafte Freude, der Umgang mit den Menschen“ (A. d. Saint-Exupery). Diese Zeit hat ihm viel Spaß gemacht. Zwischendurch versuchte er auch den Schritt in die Selbständigkeit, doch den potenziellen Auftraggebern fehlten die finanziellen Mittel. Seit März 2015 ist er nun im Ruhestand. Er engagiert sich im Diakoniekreis der Kirchgemeinde Eutritzsch, widmet sich der Kunst und Literatur, trifft einmal im Jahr die alten Studienfreunde und ist glücklich darüber, gesund und zufrieden zu sein.
Gesamte Liste anzeigen

  • Der Verlag
  • Gesichter der Regionen
  • VWM-Info
  • Menschen und ihre Gesichter
  • Suche
  • Ihre Empfehlung
  • Unser Anliegen
  • Kontakt
  • Impressum
  • Datenschutz