MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Wolfgnag Lübke
Nichts ist wertvoller als die Gesundheit
Diplomingenieur
Rentner
17033 Neubrandenburg
Im Jahr des Beginns des 2. Weltkrieges wird Wolfgang Lübke in Odermünde nahe Stettin in Polen geboren. Der Vater Herrmann wurde noch in seinem Geburtsjahr zur Wehrmacht eingezogen und kehrte erst 1948 aus sowjetischer Gefangenschaft zurück. Mutter Elsa, die bis 1932 in der Feldmühler Papierfabrik gearbeitet hatte, war mit vier Kindern in dieser Zeit allein, musste 1946 Polen verlassen und fand in Zinnowitz auf der Insel Usedom ein neues Zuhause. Hier ging Wolfgang bis 1954 in die Grundschule, um dann bis 1958 die Erweiterte Oberschule zu besuchen. Mit dem Abitur in der Tasche folgte das Studium an der Technischen Hochschule Magdeburg, die 1961 den Namen „Otto von Guericke“ erhielt, und mit dem verliehenen Grad eines Diplomingenieurs für Schweißtechnik endete. Bis 1970 war Wolfgang Lübke in der Konstruktionsabteilung des VEB Schwermaschinenbau „Karl Liebknecht“ tätig, bevor er zu „Schwarze Pumpe“ wechselte und Hoyerswerda für seine Familie zum neuen Wohnort wurde. 1960 hatte er geheiratet und mit seiner Frau Helene nun die vier Töchter Ines, Christine, Ute und Kathrin. Sie sind heute sehr stolz auf ihre Kinder, weil alle in geachteten Berufen arbeiten und der Zusammenhalt in der Familie sehr stark ist. In seinem Beruf war Wolfgang Lübke bei „Schwarze Pumpe“ zuständig für die Brikettfabrik und gab Unterricht für Schweißer und Schweißtechnologen. Ehefrau Helene arbeitete ab 1972 als Krankenschwester und Krippenerzieherin. Mit der Wendezeit kam auch für das Kombinat, wie für fast alle großen Betriebe der DDR, das Aus und es wurde „zurückgebaut“. Ab 1994 hieß es dann für zwei Jahre auf Kurzarbeit zu gehen und bis zum Beginn der Rente 1999 in die Arbeitslosigkeit. Schwer getroffen wurde Wolfgang Lübke durch seine Erkrankung im Jahr 1993, die eine Operation notwendig machte und heute regelmäßige ärztliche Betreuung erforderlich macht. Dies belastet ihn nicht nur körperlich, sondern auch psychisch. Aber aufgeben wird er nicht, 80 Jahre alt möchte er bei erhoffter besserer Gesundheit werden. Gern surft er im Internet, hört mit Vorliebe Opernmusik und ist auch noch sportlich aktiv. Im Tischtennis ist er beim TTSV 90 Neubrandenburg mit 180 Mitgliedern für den gesamten Freizeitsport verantwortlich und hat damit großen Anteil an den Erfolgen des Vereins, wie dem jährlichen „Tischtennisturnier der Tausend“.