MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Prof. Dr.-Ing. Henning Löber
Die Freude, Kenntnisse weiter geben zu dürfen
Professor für Klimatechnik und Bauphysik
An einem von ihm mitentwickelten Zuluftkastenfenster
01309 Dresden
Wenn der Professor ein Steckenpferd pflegt, ist es zu hundert Prozent die Musik. Lange Jahre in einer Jazzband spielend bläst er innerhalb der Kirchengemeinde noch heute die Posaune und Tuba.
Geboren wurde der spätere Akademiker 1939 im Pfarrhaus in Niemberg bei Halle. Unterrichtet von Neulehrern, besuchte er ab 1945 die Dorfschule, wechselte an die Neumarktschule Halle – die Klassenstärke betrug damals 41 Jungen - wo er die Grundschule abschloss. Die Erlaubnis zum Besuch der Oberschule wurde ihm zunächst nicht, dann durch die Ereignisse des 17.06.1953, schließlich doch erteilt.
Nach dem Abitur bewarb er sich 1957 um einen Studienplatz und wurde abgelehnt.
Ersatzweise absolvierte er eine 2jährige Lehre zum Schlosser und kämpfte weiterhin um den Studienplatz. Erst eine Eingabe ans Ministerium für Volksbildung war 1959 endlich von Erfolg gekrönt.
Überbrückt wurde die Folgezeit mit Montagearbeit.
Henning Löber nahm an der TH/TU Dresden sein Studium der Wärmetechnik, Fakultät Maschinenwesen mit Vertiefung Technische Gebäudeausrüstung auf.
Auch dort dem Universitätsorchester angehörend machte er 1965 den Abschluss als Dipl.-Ingenieur und wurde Assistent der TU.
1971 setzte Henning Löber den beruflichen Weg am Institut für Luft- und Kältetechnik fort. Sein Zuständigkeitsbereich umfasste die Erarbeitung einheitlicher Regularien als Bestandteil des Berechnungskataloges Lüftungstechnik.
Die Promotion zum Thema „Starre Sonnenschutzeinrichtungen“ lag hinter ihm, als er 1981 beim BMK Kohle und Energie die Aufgabe erhielt, durch geschickte Bauplanung zur sparsameren Energieanwendung beizutragen. Dort avancierte er im Betriebsteil „Forschung und Projektierung“ zum Leitingenieur „Bauklimatik“ und leistete seinen Beitrag für integrale Planung.
Ab 1994 für eine ganze Dekade als Professor für Klimatechnik und Bauphysik dozierte er an der Fachhochschule in Zittau.
Zur Ruhe gesetzt hat sich Prof. Löber auch als Pensionär nicht. Selbst schon seit vielen Jahren bei IPRO als Sachverständiger im Einsatz übernahm er zusätzlich als Dozent die Weiterbildung künftiger Sachverständiger für Schäden an Gebäuden beim Institut EIPOS (Europäisches Institut für postgraduale Bildung an der Technischen Universität Dresden).
Prof. Löber ist seit 1965 mit Ehefrau Maria verheiratet und glücklich über fünf Kinder und 15 Enkel.
Großer Dank gilt dabei seiner Frau, die die Kinder liebevoll zu Persönlichkeiten erzog, bevor sie im Jahre 1994 als Pfarramtssekretärin in der Versöhnungskirche in Dresden tätig wurde.