MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Helga und Ernst-Friedrich Lungwitz
Der Schlüssel zum Glück
Maschinenbauzeichnerin i. R.
Facharbeiter für Pflanzenproduktion i. R.
Kolkauer Str. 21
09306 Seelitz
Fon: 03737 / 41945
Sie hatte alles daran gesetzt, der Landwirtschaft zu entfliehen. Er wiederum liebt und lebt landwirtschaftliche Tätigkeiten und hätte sich für seinen beruflichen Werdegang nicht anderes vorstellen können.
Geboren wurde Helga Lungwitz am 28.07.1951 in Sörnzig. Sie und ihre vier jüngeren Brüder wuchsen als Kinder von Bauern auf und die schönsten Momente entstanden immer dann, wenn sich alle Kinder des Ortes zum Spielen trafen. Die Schule besuchte sie im 4 km entfernten Rochlitz, wohin alle Schüler des Dorfes mit dem Fahrrad fuhren.
Im Haushalt und auf dem Feld zu helfen, sind Erinnerungen ihrer Kindheit, welche an harte Arbeit gekoppelt sind. Um dieser zu entkommen, ließ sich Helga Lungwitz bei Stern-Radio zur Maschinenbauzeichnerin ausbilden.. Nach der deutschen Wiedervereinigung wurde das Werk abgewickelt und ihr wurde gekündigt. Doch im Nachgang betrachtet, empfand sie es als großes Glück, mit zu den ersten Neubewerbern gehört zu haben, welche sich am neuen Arbeitsmarkt orientieren konnten.
Zusätzlich bildete sich Helga Lungwitz weiter, besuchte u. a. Lehrgänge für Computertechnik wie Betriebswirtschaft und erlernte das Zeichnen am Computer. Fünf Monate arbeitete sie bei der Deutschen Fernkabelgesellschaft, bewarb sich beim Staatlichen Vermessungsamt und erhielt eine erfüllende Stelle als Zeichnerin, später in der Geschäftsstelle Kundenberatung und -verkauf ging mit 60 Jahren in die Ruhephase der Altersteilzeit und mit 65 Jahren in Rente.
Ernst-Friedrich Lungwitz, geboren am 27.07.1950 in Seelitz, wuchs gemeinsam mit seinem Bruder auf dem Gut der Eltern mit vielen Tieren und frei auf. Natürlich musste auch er Pflichten nachkommen, doch er tat es schon immer gern und sein Weg war vorgezeichnet. Nach der Schule absolvierte er eine Lehre zum Facharbeiter für Pflanzenproduktion, arbeitete in der landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft „Heimatland“, leistete Armeedienst und ging nach 18 Monaten zurück in seinen Betrieb. Die LPG veränderte und vergrößerte sich permanent und insbesondere nach der Wendezeit wurde Ernst-Friedrich Lungwitz zum Zeitzeugen enormer technischer Veränderungen, welche regelrechten Quantensprüngen gleichzusetzen waren. Er liebt und lebt Landwirtschaft und war bis 2015 als Mechanisator in seinem Wunschberuf tätig.
Als Rentner entdeckte er ein neues Hobby und fährt seither Quad. Seine Frau treibt montags Sport und unternimmt jeden Mittwoch Wanderungen mit den „Rochlitzer Wandervögeln“.
Geheiratet haben Helga und Ernst-Friedrich Lungwitz, die sich schon von der Schule her kannten, 1970. Tochter Annett arbeitet als Kindergärtnerin, Susann als Büroangestellte. Sie wurden Großeltern von fünf Enkelkindern und die gesamte Familie ist der Schlüssel zu ihrem ganz persönlichen Glück.