MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Bernhard und Sigrid Luft

Im Ruhestand das eigene Haus

Bernhard und Sigrid Luft

Diplom-Ingenieur (FH) für Bergbauelektrotechnik
Textillaborantin
07570 Weida

Nur wenige Kilometer flussaufwärts an der Weißen Elster hat das Ehepaar Luft in der Kleinstadt Weida sein Altersdomizil gefunden. Im Jahr 2004 sind sie eingezogen, haben beider Geburtsstadt Gera, auch stets Ort ihres beruflichen Wirkens, hinter sich gelassen, pflegen aber nach wie vor vielfältige Beziehungen dorthin. Bernhard Luft (Jahrgang 1937), dessen Vater im Krieg fiel, besuchte bis 1951 die Schule, schloss mit der 8. Klasse ab. Drei Jahre dauerte seine Lehre als Betriebselektriker bei der Fa. Sonntag. Zwei Jahre blieb der junge Geselle der Firma treu, wechselte dann – Geld und Aussicht auf eine Wohnung für die angedachte Familiengründung waren nicht zu verachten – in den Uranerzbergbau zur Sowjetisch-Deutschen Aktiengesellschaft (SDAG) Wismut. Im Lehrberuf als Elektriker tätig, arbeitete er die ersten anderthalb Jahre übertage, wurde dann auch untertage eingesetzt. Obwohl er keine Mittlere Reife vorweisen konnte, wurde er, in einem Vorbereitungslehrgang geschult, zum Ingenieurstudium der Bergelektrotechnik nach Zwickau delegiert. Als er 1964 abschloss, brauchte die SDAG Wismut gerade keinen Ingenieur mit dieser Spezialisierung. Im VEB Blechbearbeitungsmaschinenwerk Gera (in dem seine Lehrfirma Sonntag inzwischen aufgegangen war) fand er neue Aufgaben, erlebte den Zusammenschluss mit der Wema-Union Gera, wurde dort Hauptmechaniker und in den letzten Jahren verantwortlich für Investitionen. Als mit der DDR ihre Wirtschaftsstrukturen zusammenbrachen, fand Bernhard Luft in der Niederlassung Gera der Kranfirma Maximum als Disponent neue Aufgaben, ehe er 1996 in den Vorruhestand wechselte. Seine Frau Sigrid wurde 1936 geboren, ihr Vater kam schwer krank aus Gefangenschaft erst 1948 zurück. Nach dem Abschluss der 8. Klasse absolvierte sie ab 1950 eine Lehre in der Kammgarnspinnerei. Diesem Betrieb sollte sie vierzig Jahre treu bleiben, ehe sie 1990 in den Vorruhestand ging. Sie wurde als Maschinenarbeiterin eingesetzt, wirkte dann in der Technischen Kontrollkommission (TKO) im Rahmen der Gütekontrolle, erwarb noch einen zweiten Berufsabschluss als Textillaborantin. Im Volkshaus Gera-Zwötzen hatten sich einst die Wege von Sigrid und Bernhard Luft gekreuzt, Heirat 1957. Die beiden Töchter Birgit und Martina, die drei Enkel und zwei Urenkelkinder bereicherten die Familie. In seinen jungen Jahren hatte Bernhard Luft lange Zeit mit Begeisterung Fußball gespielt, später fand das Ehepaar Ausgleich zum Berufsleben im Schrebergarten.
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