MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Manfred Ludewig

Lehrmeister für Generationen

Manfred Ludewig

Maschinenbauingenieur und Pädagoge
07546 Gera

Als einer von sechs Geschwistern wuchs der 1931 in Gera geborene Manfred Ludewig auf. Die letzten Jahre des Krieges bedeuteten mehr Fliegeralarm denn Schulunterricht, im April wurde das Haus, in dem die Familie wohnte, ausgebombt. 1946 schloss er die 8. Klasse ab, neben der Schule wurde die Zeit, da er als Handballer aktiv war, prägend, mit vielen Mitspielern von damals hielt der Kontakt, z. T. bis heute. Dann lernte er drei Jahre bei der Fa. Golde, Karosseriebau, den Beruf eines Werkzeugmachers. Er engagierte sich in der Freiwilligen Betriebsfeuerwehr der Firma, half u. a. beim Hochwasser der Weißen Elster, das 1954 Gera überflutete. Beim Einsatz in einem Betrieb, der mit Waschbenzin arbeitete, zog er sich schwerste Verbrennungen zu. Durch ein Studium 1954/56 in Gotha konnte er einen staatlichen Abschluss als Lehrmeister erwerben, wurde als solcher in der Fa. Golde eingesetzt, wechselte aber nach einem Jahr zum VEB WEMA Union Gera, einer Maschinenbaufirma, auf Bohrwerke spezialisiert. Hier bildete er in der Lehrwerkstatt den Nachwuchs aus, konnte zudem ein berufsbegleitendes Maschinenbaustudium an der Ingenieurschule in Leipzig aufnehmen. 1960 wechselte der inzwischen anerkannte Lehrausbilder zur der im Uranbergbau tätigen SDAG Wismut, widmete sich nun der Ausbildung von Grubenschlossern und –elektrikern. In einem dreijährigen Studium an der Pädagogischen Hochschule in Erfurt erwarb er sich zusätzliches Wissen, das er bei den praktischen Lehrinhalten, gelegentlich auch im Theorieunterricht einsetzen konnte. Als die SDAG Wismut 1991 abgewickelt wurde, entschied er sich für den Vorruhestand. Ganze Generationen hochqualifizierter Facharbeiter waren in den über dreißig Jahren durch ihn ausgebildet worden. Inzwischen längst Rentner gab und gibt es dennoch im Garten und beim Werkeln im Haus für Manfred Ludewig genug zu tun. Der Vater zweier Kinder (Sohn und Tochter) war seit 1956 mit Frau Eva-Marie verheiratet, die ihr Berufsleben als Verkäuferin im exquisiten Textileinzelhandel gestaltete. Seit sie nach 54 Ehejahren 2010 durch den Tod geschieden sind, begleitet ihn eine neue Partnerin durch Alltag und Festtage. Zwei Enkel und ein Urenkel bereicherten zudem das familiäre Geschehen.
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