MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Gerold und Marlies Lohse

Stolz auf das Geschaffene und die Kinder

Gerold und Marlies Lohse

Landwirte
Postangestellte
Fleischergasse 1
04758 Liebschützberg  OT Leisnitz

Sie haben eine große Familie. Vier Kinder, acht Enkel und mittlerweile fünf Urenkel gehören dazu. Gerold und Marlies Lohse sind seit 1961 verheiratet und wohnen in Liebschützberg, Ortsteil Leisnitz in Sachsen. Von kleinauf sind beide eng mit der Landwirtschaft verbunden und haben immer viel und fleißig gearbeitet. Die älteste Tochter heißt Beate und wurde 1962 geboren. Die gelernte Köchin betreibt eine Kegelbahnanlage. Die Zwillinge Rainer und Ramona kamen 1966 zur Welt. Rainer hat Bäcker gelernt, ist jetzt auch selbstständiger Landwirt und arbeitet heute im Betrieb seines Bruders. Ramona ist ausgebildete Köchin und im Krankenhaus beschäftigt. Der jüngste Sohn Karsten, geboren 1971, ist selbstständiger Landwirt. Alle vier Kinder von Gerold und Marlies Lohse sind in der heimatlichen Region geblieben, das macht die Eltern sehr glücklich und stolz. Gerold Lohse, Jahrgang 1936, ist als Einzelkind und Bauernsohn in Leisnitz aufgewachsen. Er besuchte von 1942–1950 die Schule und musste daheim von kleinauf mit zufassen. Seine Eltern bewirtschafteten 17 Hektar Land und versorgten 10 Kühe. Flüchtlinge kamen bei Kriegsende aus Schlesien und Ostpreußen. „Wir waren im Haus damals 28 Personen, heute sind wir sechs“, erklärt Gerold Lohse. Er ging nach dem Abschluss der 8. Klasse nach Oschatz auf die Landwirtschaftsschule und stieg 1959 im elterlichen Betrieb ein. 1960 wurde die LPG, Typ I, gegründet. Gerold Lohse arbeitete als Traktorist, später wurde er Vorsitzender der LPG „Heimatliebe“ in und Leisnitz. Danach kam der Zusammenschluss mit Wellerswalde. Mit der Wende begann für die Familie eine harte Zeit als Wiedereinrichter mit Haus und Hof, Vieh und Feld. Fördermittelanträge galt es zu stellen und in Technik zu investieren. Heute führt Sohn Karsten weiter, wofür seine Eltern den Grundstein gelegt haben. Marlies Lohse, geboren 1940 in Lampertswalde, wuchs mit einem Bruder in einer Mühle mit Sägewerk auf. Der Vater war 1942 im Zweiten Weltkrieg gefallen, so dass der Großvater weiter machen musste. Nach seinem dritten Schlaganfall starb er und für Marlies, ihren Bruder und die Mutter brachen schwere Zeiten an. Marlis Lohse kannte immer viel Arbeit. Sie arbeitete von 1979–1990 in der Poststelle Leisnitz und half im Landwirtschaftsbetrieb ihres Mannes, kochte für alle, führte das Büro. Heute kocht sie noch immer für Mann und die beiden Söhne. Alles wird auch im Alter besprochen und gemeinsam gemacht. Für Gerold und Marlies Lohse gelten Zuverlässigkeit und Vertrauen ebenso wie Offenheit und Ehrlichkeit. Das alles schätzen sie auch an anderen Menschen. Sie leben gerne in ihrer Heimat und haben aber auch schon etliche Schiffsreisen gemacht. Am schönsten war es für das Ehepaar in Norwegen. Davon schwärmen sie bis heute, waren aber auch angetan von Westeuropa und St. Petersburg.
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