MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Erich Loos

Weiterhin „Glück auf!“

Erich Loos

Ingenieurökonom
08280 Aue

Gesundheitlich bedingt ist der einst begeisterte Leichtathlet und Skifahrer heute nur noch eingeschränkt unterwegs, aber im stolzen Alter von 86 Jahren immer noch rege und geistig aktiv. Erzgebirgler durch und durch ist er stets geblieben, 1929 stand in Großrückerswalde seine Wiege. Der Sohn eines Kutschers wuchs im Kreis von fünf Geschwistern im Haushalt mit kleiner Landwirtschaft auf. Da galt es früh mit anzupacken, zumal der Vater noch 1945 dem Krieg zum Opfer fiel, die Mutter ihren Ältesten mit väterlichen Pflichten betrauen musste. Die Oberschule schloss er mit der mittleren Reife ab, drei Jahre (1942 bis 1945) verbrachte er im bayrischen Sonthofen, wo er in der dortigen sogenannten Ordensburg (Adolf-Hitler-Schule) auf Funktionen in der nationalsozialistischen Hierarchie vorbereitet werden sollte. Mit dem Ende des Krieges war der politische Spuk vorbei, in Erinnerung blieb Erich Loos eine aufregende Zeit, in der er auch sportlich mit Bestzeiten im 1.500-Meter-Lauf glänzen konnte. Zurück in der Heimat kümmerte er sich nun um die Familie und begann im Landratsamt (ohne diesbezügliche Ausbildung), kümmerte sich um den Ertragssoll der bäuerlichen Betriebe. Doch er war jung, hatte Familie gegründet, der Verdienst war spärlich. Dieser verdoppelte sich fast, als er sich freiwillig zum Einsatz im Uranbergbau, anfangs als Hauer auch untertage, meldete und bei der Sowjetischen (später Sowjetisch-Deutschen) Aktiengesellschaft Wismut (SAG bzw. SDAG Wismut) begann, einem Betrieb, dem er bis zum Vorruhestand 1992 treu bleiben sollte. Er wurde als Vermesser eingesetzt und konnte sein dreijähriges Studium an der Bergbauingenieurschule in Zwickau 1958 als Diplomökonom abschließen. Danach arbeitete er in Aue als wissenschaftlicher Mitarbeiter des Generaldirektors, war über die Jahre stets im Vorteil, da er alle Betriebsteile und –abläufe kannte, mit allen Mitarbeitern von der Chefetage bis zu den Männern im Schacht langjährig vertraut wurde, in vielen „Feuerwehr“-Einsätzen sein operatives Geschick und detailreiches Wissen nachweisen konnte. Sechzig Jahre war Erich Loos mit Ehefrau Ruth (Heirat 1949, 2009 verstorben) ein wunderbares Paar durchs Leben, sie arbeitete als Kontoristin langjährig bei der Sparkasse Aue. Tochter Elvira, zwei ebenfalls beruflich erfolgreiche Söhne, das erste Urenkelkind bereicherten die Familie.
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