MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Jürgen Berles

Das Hobby zum Beruf gemacht

Jürgen Berles

Kfz.-Prüfingenieur
Lindenstraße 3
99198 Mönchenholzhausen

Er ist einer, der anpackt und zufasst, statt Sprüche zu klopfen. So hat es Jürgen Berles aus Mönchenholzhausen in Thüringen schon immer gehalten. Der studierte Kfz.-Prüfingenieur ist seit 1994 verheiratet mit seiner Beate (Kantinenfachkraft, im Gaststättenbereich tätig) und hat mit ihr drei Kinder. Sohn Dominique arbeitet in der Schweiz als Drucker, der zweite Sohn Alexander studiert in Ilmenau Maschinenbau. Tochter Tina ist nach dem Abitur für ein Jahr nach Neuseeland gegangen. Jürgen Berles, geboren 1958 in Erfurt, hat nach der 10. Klasse in Erfurt eine Berufsausbildung mit Abitur absolviert. Es war sein Wunsch, neben dem Reifezeugnis auch noch eine Ausbildung zum Motorenschlosser im Landtechnischen Instandsetzungswerk (LIW) zu machen. Zudem erwarb Jürgen Berles während dieser dreijährigen Lehrzeit auch die Fahrerlaubnis. Vom Dünger- bis zum Mistfahren sammelte er beim Agrochemischen Zentrum (ACZ) Erfahrungen als Lkw-Fahrer. Nach seiner 18-monatigen Armeezeit delegierte ihn das ACZ zum Studium nach Berlin-Wartenberg. Von 1980-1984 studierte Jürgen Berles dort Technologie und Instandsetzung. Mit dem Abschluss als Dipl.-Ing. Landetechnik kehrte der Thüringer in seinen Betrieb zurück und übernahm bis 1987 die Leitung des dortigen Pflegestützpunktes für Landtechnik. Zu seinem Verantwortungsbereich zählten zudem Diagnosen und Kleinreparaturen für die Landtechnik der umliegenden Betriebe. „Damals habe ich den Grundstein für das, was ich heute noch mache, gelegt“, erklärt Jürgen Berles. Bis zur Wende war er Technischer Leiter im ACZ, das sich danach umbenannte. Nach 1989 wurde seine Funktion nicht mehr gebraucht, es folgte eine sogenannte Kurzarbeit Null, so dass Jürgen Berles, der mehrere Qualifikationen absolviert hatte, sich beruflich neu orientierte. Er wandte sich dem Versicherungsgeschäft zu und befand sich bis 1998 im Anstellungsverhältnis. Um wieder in seinen Beruf zu kommen, hatte er stets die Augen offen gehalten, bis er in Weimar bei einem Fahrzeugaufbauer als Verkäufer anfangen konnte. Kurz danach klopfte das Glück abermals an seine Tür – eine Annonce in der Zeitung signalisierte ihm, die Chance, als KFZ-Prüfingenieur für die FSP tätig zu werden. Heute sagt Jürgen Berles, dass er als selbstständiger Prüfingenieur (seit 2003) sein Hobby zum Beruf gemacht habe. „Es passt alles“, erklärt er glücklich und zufrieden. Der Thüringer ist stolz auf das Geschaffene und seine Familie. Was er sich am meisten wünscht, ist Gesundheit, um auch noch ehrenamtlich als Grundwasserpegel-Beobachter und Jagdvorsteher seinen Mann stehen zu können. Einen Traum möchte er sich noch erfüllen – eine Rundreise über den Pazifik mit einem kleineren Kreuzfahrtschiff.
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