MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Prof. Dr. sc. Joachim-Hans Bergmann

Leidenschaft Imkerei

Joachim-Hans Bergmann

Wilhelm-Matschke-Str. 12 16255 Eberswalde Fon: 03334 / 22088

Joachim-Hans Bergmann wurde 1933 als Sohn eines Architekten und einer Verkäuferin geboren. Als der 1940 Eingeschulte 1952 sein Abitur ablegte hatte er klare Vorstellungen von seinem beruflichen Werdegang: In die Forstwirtschaft wollte er gehen. Voraussetzung für die Zulassung zum Studium war damals eine Waldarbeiterlehre, die er also absolvierte und anschließend in Eberswalde vier Jahre Forstwirtschaft studierte. In der Altmark wurde er im Staatlichen Forstwirtschaftbetrieb Gardelegen erst als Revierförster, später als Oberförster eingesetzt. Er erhielt ein Angebot von der Forstwirtschaftlichen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin (spätere Umstrukturierung zum Institut für Forstwissenschaften) als Wissenschaftler zu arbeiten, nahm dieses an und erarbeitete sich als Assistent, Oberassistent, wissenschaftlicher Mitarbeiter und Abteilungsleiter seine Erfolge. Er promovierte und habiltierte sich, stand auf der Berufungsliste für Professoren. Jedoch zählten Leistungen und zahlreiche in der DDR erhaltene Auszeichnungen, wie Aktivist und auch das im Kollektiv errungene „Banner für Arbeit“ nicht, wenn nicht gleichzeitig die Bereitschaft erklärt wurde mit Verwandten im „nichtsozialistischen Ausland“ die Beziehungen abzubrechen. Dazu war Dr. sc. Joachim-Hans Bergmann nicht bereit und so erlebte er die Berufung zum Professor erst nach der politischen Wende in der DDR. 1991 erfolgte die Gründung der Fachhochschule, 1993 seine Berufung. Den Ausgleich zum Beruf fand Prof. Dr. sc. Bergmann in der Imkerei. Sein Vater betrieb vor dem Krieg eine, er selbst interessierte sich bereits als Junge dafür – der Grundstein für eine lebenslange Liebe zu den Bienen war gelegt. 1966–2007 leitete er als Vorsitzender den Imkerverein Eberswalde, ist heute noch Ehrenvorsitzender. Es freute ihn daher besonders, als Professor nicht nur Vorlesungen zur Waldkunde halten zu dürfen, sondern – weil an einer forstwirtschaftlichen Ausbildungsstätte auch Imkerei mit gelehrt werden muss – auch in diesem fakultativen Fach als Dozent tätig zu sein. Noch heute hält er Gastvorlesungen zur Imkerei, die ihn nach wie vor fasziniert. Es freut ihn, dass sein Engagement in diesem Bereich sowohl in der DDR als auch in der BRD Würdigung fand mit der Verleihung der Goldenen Imkernadeln. Prof. Dr. sc. Joachim-Hans Bergmann lebt alleine, seit seine Frau Rosemarie, ehemalige Bibliothekarin, verstorben ist. An sie erinnert in der Wohnung auch die umfangreichen Bücher-Sammlung, für die vielleicht später einmal eins der gemeinsamen Kinder Lutz, Jürn oder Wiebke Verwendung finden.
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