MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Rose Berger-Fiedler
Engagierte Dokumentaristin
Dokumentarfilm-Regisseurin Babel TV Cecilienstraße 63 12683 Berlin Fon: 030 / 5421073 Mail: bergerfiedler@aol.com
Im südfranzösischen Beziers wurde Rose Berger-Fiedler 1940 geboren. Über Belgien kam sie mit ihrer Familie 1948 nach Polen. „Mein Vater wollte das neue Polen aufbauen“, erzählt sie. Dort beendete Rose Berger-Fiedler die 10. Klasse der Schulausbildung. 1957 kam sie mit ihrer Familie in der DDR. An einer Leipziger EOS bestand sie 1959 das Abitur und wurde hauptamtliche FDJ-Sekretärin. Nach einem Jahr Theater-Hochschule zog Rose Berger-Fiedler 1961 nach Berlin und begann im DEFA-Studio für Synchronisation zu arbeiten. Dort agierte sie zunächst als Assistentin und später als Regisseurin. An der Humboldt-Universität absolvierte sie ein Fernstudium zur Kulturwissenschaftlerin. Als zweites Fach belegte sie Germanistik und erhielt 1973 ihr Diplom. Damit begann Rose Berger-Fiedler an der Filmhochschule als persönliche Assistentin des Rektors zu arbeiten. Ebenfalls als Assistentin wechselte sie dann zum DEFA-Studio für Dokumentarfilme. Später wurde sie dort Regisseurin. Nebenbei fungierte sie als Dolmetscherin für Deutsch, Polnisch und Russisch im Kulturbereich. Besonders gefragt war sie als Sprachmittlerin beim Leipziger Dok-Film-Festival. Als Regisseurin produzierte sie ab 1975 bis in die Neuzeit zahlreiche bedeutende Dokumentarfilme wie „Liebster Dziodzio“, „Erinnern heißt leben“, „Herr Schmidt von der Gestapo“, „Selbstbestimmung der Sprachlosen“. Ende 2011 arbeitete sie an einem Portrait einer Jüdin, die mit elf Jahren in Polen lebte und jetzt in Israel eine neue Heimat gefunden hat. 1991 gründete sie gemeinsam mit Prof. Harry Hornig die Babel Film- und Video-Produktion, um als Regisseurin und Produzentin weiterzuarbeiten. Seit 1996 besitzt sie eine Lizenz als Babel TV das Jüdische Fernsehprogramm im Offenen Kanal Berlin. „Wir berichten über das jüdische Leben in Berlin“, erklärt Rose Berger-Fiedler. Sie ist Mitglied der Internationalen Filmorganisation der evangelischen Kirche (Interfilm). Jahrelang arbeitete sie im Kulturausschuss der Jüdischen Gemeinde zu Berlin. Darüber hinaus ist sie seit 1995 Vorsitzende des Vereins Marc Chagall e.V. Dieser ist bemüht, ein Zentrum für osteuropäische Juden zu schaffen. Die Themen für ihre Filme sucht sich Rose Berger-Fiedler selbst. Sie cuttert und bearbeitet das Material auch im eigenen Studio. „Da kann ich meine Kreativität voll ausleben“, strahlt die engagierte Filmemacherin.