MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Peter Lippold

Alles für Gesundheit und Wohlbefinden

Peter Lippold

Meister des Schmiedehandwerks i. R.
07570 Harth-Pöllnitz

Der rüstige Rentner Peter Lippold tut so einiges für Gesundheit und Wohlbefinden. Nicht nur deshalb ist er von Ruhe und Muße weit entfernt. Ein riesengroßes Haus mit Grundstück fordert ihn täglich, doch er machte aus der Not eine Tugend und somit Objektpflege zum Hobby. Geboren am 01.03.1944 in Weida, wuchs er mit 10 Geschwistern in Struth auf. Die Eltern bekleideten eine Neubauernstelle und Söhne wie Töchter waren von Kindesbeinen an harte Arbeit gewöhnt. Die Schule beendete er mit Klasse acht, holte später die 10. Klasse nach und die Entscheidung für seinen Beruf ist von einem kleinen Geschichtchen begleitet. Peter Lippold war gerade mit Feldarbeit in sengender Hitze beschäftigt und wurde gebeten, ein Ackergerät beim Schmied reparieren zu lassen. Er betrat die Schmiede, in der es bei weitem nicht so heiß war wie auf dem Feld und entschied: „Diesen Wirkungsbereich möchte ich auch.“ Die Entscheidung war gefallen. Er ließ sich zum Schmied ausbilden, begab sich anschließend zur Wismut, arbeitete sieben Jahre im Tagebau Lichtenberg über Tage und trat währenddessen in die Partei ein. Zurück in Struth, arbeitete der Handwerker mit Leib und Seele in der Werkstatt der landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft und erwarb seinen Meisterabschluss. Das Jahr 1988 veränderte vieles. Um die Stelle des Parteisekretärs zu besetzen, musste der Vollbluthandwerker seine geliebte Werkstatt verlassen, war fortan Prügelknabe für alles und wurde von seinen Kollegen, welche teilweise Freunde waren, gemieden. Doch die deutsche Vereinigung beendete diesen Abstecher nach nur wenigen Monaten. Ein reichliches Jahr fungierte Peter Lippold noch als Werkstattleiter der LPG Zossen, welche nun auch Umstrukturierungen sowie drastischem Personalabbau unterlag. Nochmals 15 Jahre lang arbeitete Peter Lippold in einer Metallbauwerkstatt. Repressalien der deutschen Vereinigung blieben ihm erspart. Bis zur Rente verdiente er seinen Lebensunterhalt und war von Arbeitslosigkeit nicht betroffen. Geheiratet hatte Peter Lippold 1964. Seine Frau Erika war als Verkaufsstellenleiterin im Konsum überaus erfolgreich. Die drei Söhne Stefan, Mario und Heiko wurden geboren und gehen heute ebenfalls guten Berufen nach. Bleibt nur ein kleiner Wermutstropfen. Weder Söhne noch Enkel werden das große Haus übernehmen. Um dieses jedoch vorerst gut in Schuss zu halten, hilft sportliche Betätigung. Täglich fährt der Großvater, und zwar bei jedem Wetter, 20 km mit dem Fahrrad. Nur bei Schnee ersetzt er dieses durch Skier. Inklusive Ernährungsumstellung hat er auf diese Weise 20 kg abgenommen. Gesunde Kost gepaart mit Bewegung wurde zum tiefen Bedürfnis, das Peter Lippold nicht mehr missen möchte.
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