MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

Gesamte Liste anzeigen

Gisela und Gerd Linke

Das Leben muss weitergehen!

Gisela und Gerd Linke

Gärtnerin und Floristin i. R.
Werkzeugmacher i. R.
Lehde 7

09306 Milkau

Gisela und Gerd Linke lernten sich bei einem Volksfest auf der Fahrt mit einer Berg- und Talbahn kennen. Sie hielten sich gegenseitig fest, um die Höhen und Tiefen zu überstehen. Nicht anders war es in ihrem Leben. Gisela Linke, geborene Günther, erblickte 1946 im sächsischen Zetteritz bei Rochlitz das Licht der Welt. Die Eltern betrieben einen kleinen Landwirtschaftsbetrieb. Frühzeitig musste sie Leid und Schmerz ertragen: Die Schwester starb an einer Lungenentzündung, der Bruder an einem Herzfehler. „Mit Tieren wollte ich nichts zu tun haben. Weil ich gern malte und bastelte, war Dekorateurin mein Berufswunsch. Aber das klappte nicht“, erzählt Gisela Linke. Stattdessen lernte sie nach der 10. Klasse Gärtnerin. Nachdem sie Rückenschmerzen bekam, riet ihr der Arzt, einen anderen Beruf zu ergreifen. Also lernte sie auf der Abendschule Floristin. Nach der Wende arbeitete Gisela Linke kurzzeitig beim KONSUM. „Dann leitete ich in Mittweida ein Blumengeschäft, das acht Jahre später die Eigentümer weiterführten. Ich übernahm ein kleineres Geschäft. Wegen lange andauernden Straßenbauarbeiten kamen weniger Kunden. 2005 kündigte ich und das Geschäft wurde geschlossen“, sagt Gisela Linke, die danach in den Vorruhestand ging. Gerd Linke wurde 1943 in Erlau/Sachsen geboren. Die Mutter war Hausfrau. Der Vater, ein Schlosser und Monteur, starb an Lungenentzündung. „1946 erkrankte ich an Scharlach. Um meine Geschwister nicht anzustecken, kam ich zu meiner Tante, dann zu Pflegeeltern. Dort fehlte mir nichts. Alles wurde mit Geld geregelt, aber nicht mit Liebe“, sagt Gerd Linke traurig. Nach der Grundschule lernte er 1958 Werkzeugmacher in Geringswalde. Drei Jahre später erhielt er die Einberufung zur Armee, versah die Grenze nach Westberlin mit Stacheldraht. Ab 1964 arbeitete Gerd Linke als Schleifer, reparierte als Schlosser Zylinder, kam 1972 zur Hydraulik nach Rochlitz. Nachdem die Gründung einer GmbH zur Wendezeit gescheitert war, fing er in einer Abfüllstation für Propangasflaschen an. 2002 das Unfassbare: Bei Arbeiten für einen Elektrotechnikbetrieb stürzte Gerd Linke aus vier Metern in die Tiefe, lag elf Tage im Koma, wurde arbeitsunfähig. Jetzt bereiten Gisela und Gerd Linke im Feuerwehrverein Milkau Dorffeste und Märkte vor. Sie sind Eltern von Manuela und Katrin sowie dreifache Großeltern. Das Leben muss weitergehen, so ihre Devise.
Gesamte Liste anzeigen

  • Der Verlag
  • Gesichter der Regionen
  • VWM-Info
  • Menschen und ihre Gesichter
  • Suche
  • Ihre Empfehlung
  • Unser Anliegen
  • Kontakt
  • Impressum
  • Datenschutz