MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Albrecht Lindner

Bei Schwierigkeiten immer eine Lösung finden

Albrecht Lindner

Landmaschinen- und Traktorenschlosser
Diplom-Ingenieur für Landtechnik
Altenburger Str. 76
09328 Lunzenau

Albrecht Lindner ist ein kompromissbereiter Mensch, was ihm so manchen Erfolg auch in schwierigen Zeiten ermöglicht hat. Er lebt in demselben Haus, in dem er am 8. Juli 1950 als ältester von drei Söhnen auf die Welt gekommen ist. Im Jahr 1953 flüchtet der Großvater, der einen Kohlenhandel betreibt, in den Westen. Die Geschwister des Vaters folgen in den nächsten Jahren, das Geschäft wird von der Gemeinde verwaltet. Später schafft die Familie die letzte Kuh ab und hält noch Schweine und Geflügel, bis heute trifft und besucht die Familie sich regelmäßig. Die Eltern mit ihrer festen Lebenseinstellung sind für Albrecht Lindner bis heute ein Vorbild geblieben. Er zieht die Konfirmation der Jugendweihe vor und blickt trotz der damit und mit seinem Glauben verbundenen Behinderungen auf eine erfolgreiche Laufbahn zurück. Mit seinen Kollegen und Vorgesetzten kommt er stets klar und hat das Glück, nie direkte Ausgrenzung kennen lernen zu müssen. Regelmäßig zum Weihnachtsfest erhält er Pakete von seinen Verwandten aus dem Westen. Während der 9. Und 10. Klasse erlernt er den Beruf „Landmaschinen- und Traktorenschlosser“ im Kreisbetrieb für Landtechnik in Naundorf. Er lernt 1967 aus, besteht die Aufnahmeprüfung für die Ingenieurschule, muss davor aber seinen anderthalbjährigen Wehrdienst ableisten. Er studiert von 1970 bis 1973 in Nordhausen und kehrt danach in seinen Betrieb zurück, wo er später zum Bauleiter, Produktionsleiter und sogar zum kommissarischen Betriebsleiter aufsteigt. Bis 1990 arbeitet er hier. Ein Jahr vorher darf Albrecht Lindner zum ersten Mal in den Westen zur Hochzeit seiner Cousine fahren und hat durch seine familiären Beziehungen über diesen keine Illusionen. Obwohl er nicht mit dem schnellen Untergang der DDR rechnet, sagt er heute, dass Wende und Wiedervereinigung das Beste ist, was ihm passiert ist. Allerdings muss auch er sich völlig umstellen und viel Neues lernen. Er nimmt Kontakte zu einer Firma in Straubing auf, die Tankfahrzeuge für Gefahrengut fertigt und instandsetzt. Noch 1990 gründet er die Willig Fahrzeugbau GmbH mit, wo er einer der Gesellschafter und Produktionsleiter wird. Die Firma beginnt mit dem Bau von Anhängerzügen, bald stellt sich der Erfolg ein, es gibt personelle und räumliche Erweiterungen. 1992 wird das neue Werk Mühlau in Betrieb genommen und 2000 nochmals erweitert. Ab 2006 führt Albrecht Mühlau als Geschäftsführer die Firma weitere erfolgreiche neun Jahre, bevor er 2015 in den Ruhestand geht. Heute arbeitet er viel im Haus, ist aktiv im Kirchenvorstand tätig und beschäftigt sich mit Familienforschung. Für die Zukunft wünscht er sich vor allem eine friedliche Welt für alle Menschen.
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