MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Werner und Ursula Liebau
Gesundheit und Familie sind für sie das größte Glück
99334 Amt Wachsenburg
Beide sind sie echte Thüringer und leben gern in ihrer Region. Im Ortsteil Sülzenbrücken der Gemeinde Amt Wachsenburg im nördlichen Ilm-Kreis sind Werner und Ursula Liebau zu Hause. Der Inhaber eines Hausmeisterservices und die Technische Zeichnerin sind seit 1969 verheiratet. Das Ehepaar hat eine Tochter (Manuela, geboren 1969) und einen Enkelsohn, die in der thüringischen Heimat geblieben sind. Werner und Ursula Liebau empfinden Gesundheit und Fitness im Alter sowie Harmonie in der Familie als größtes Glück. Sie sind stolz auf das Geschaffene und möchten gern noch eine größere Reise machen. Geboren 1950 in Zimmernsupra bei Gotha, ist Ursula zehn Jahre zur Schule gegangen. Ursprünglich wollte sie Friseuse werden, machte aber eine Lehre zur Technischen Zeichnerin beim VEB Holzverarbeitung in Erfurt. Nach einem Jahr wurde der Betrieb geschlossen und Ursula setzte ihre Ausbildung bei Umformtechnik Erfurt fort. 1969 lernte sie aus, wurde schwanger und blieb mit der Tochter drei Jahre zu Hause. Nach dieser Zeit konnte sie beim Kali-Bergbau, Außenstelle Erfurt, als Technische Zeichnerin anfangen und blieb dort bis 1991. Nach fast 20 Jahren in ihrem Beruf tätig, wurde der Betrieb nach der Wende umstrukturiert. Als eine private Gerüstbaufirma aufmachte, stieg sie dort im Oktober 1991 als Bürokraft ein. Nach 45 Arbeitsjahren konnte Ursula Liebau mit 64 in Rente gehen. Bis heute unterstützt sie ihre Firma noch stundenweise. Ebenso macht sie die Buchhaltung im Büro ihres Mannes Werner, der sich mit einem Hausmeisterservice selbstständig gemacht hatte. Diese Entscheidung hat Werner Liebau nie bereut. 1950 in Töttelstedt zur Welt gekommen, ging er zehn Jahre zur Schule, wo er mit seiner späteren Frau in einer Klasse lernte. Werner Liebau absolvierte danach bei den Erfurter Verkehrsbetrieben eine Lehre zum Elektrofahrzeugschlosser. Er reparierte 14 Jahre Busse und Pkw, war 1970-1971 bei der Nationalen Volksarmee. 1980 wechselte er zum Wohnungsbaukombinat. Zwar als Dumperfahrer eingestellt, wurde er als Pkw-Fahrer gebraucht und später als Brigadier an der Betonmischanlage eingesetzt. Nach der Wende folgten Beschäftigungen bei kleineren Firmen. Nur zwei Tage war der Thüringer ohne Arbeit, bis er sich im Juni 1996 mit einem Hausmeisterservice auf eigene Füße stellte. Mit über 65 ging Werner Liebau in Rente, ist aber noch tätig, unter anderem mit Maler- und Fußbodenarbeiten. Ausgleich zum Beruf hat er stets in der Jagd gefunden (seit 19. Lebensjahr). Werner Liebau war zu DDR-Zeiten Hundeführer und nahm an Staatsjagden teil. In Kanada und Schweden hat der Hundehalter auch Elche erlegt. Seine Frau engagiert sich ehrenamtlich im Hospiz Arnstadt und liest gern über Naturmedizin.