MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Manfred Leuchte

Eine lebenslange Liebe zu Fahrzeugen

Manfred Leuchte

Ackerstr. 4
06774 Pouch OT Muldestausee
Fon: 03403 / 57034

Manfred Leuchte, 1940 als Sohn eines Landwirtes und einer Hausfrau geboren, hatte klare Vorstellungen, was er beruflich mal machen wollte: Unbedingt etwas mit Fahrzeugen! Entsprechend lernte er nach Abschluss der 8. Klasse Kfz-Schlosser. Doch dieser Traum zerplatzte schnell, weil seine Haut die Schmierstoffe nicht vertrug. Er musste sich umorientieren, wechselte zum VEB Kraftverkehr Bitterfeld und fuhr bis zum Erlangen der Fahrerlaubnis als Beifahrer. Danach hatte er genug Erfahrungen und nun auch die Voraussetzung, selbst als Kraftfahrer in der Baustoffabteilung aktiv zu werden. Dass er nie wieder etwas anderes machen würde, war damals noch nicht klar, aber es kam so. Während seines Armeedienstes freute man sich über seine Qualifikation, setzte ihn als Militärkraftfahrer ein. Zurück im Kraftverkehr und mit dem Bonus, mit dem Armeedienst etwas für den Staat getan zu haben, durfte er nun auf einen Lkw im Fernverkehr und später auf einen Omnibus umsteigen und hat in dieser Tätigkeit viele Kfz-Typen fahren dürfen, bis er 2000 mit 60 Jahren in die Rente ging. Nach der Wende hatte er die Veränderung des Fuhrparks miterlebt, fuhr sowohl Renault, als auch Mercedes und schwärmt doch heute noch von seinem guten alten Ikarus. Es gab ein Zittern um den Arbeitsplatz, als der Volkseigene Betrieb sich wandelte, doch Manfred Leuchte hatte Glück, behielt seine Stelle. 35 Jahre (1965–2000) hat er als Kraftfahrer gearbeitet. Seine Frau Karin (geb. 1943) begleitete diese Berufs- und Lebensjahre seit ihrem Kennen lernen 1963. Sie ist gelernte Laborantin, hat in diesem Beruf jedoch nicht gearbeitet. Stattdessen war sie als Lederbearbeiterin in der Pantoffel- und Hausschuhproduktion beschäftigt und konnte sich nach der Wende und Umstellung des Betriebes auf die Herstellung von Fahrzeugteilen für Mercedes, weiter mit einbringen. 1969 hatte sich die gesamte Familie bereits privat einmal neu orientieren müssen. Das bewohnte Grundstück mit einer Windmühle am Rande von Pouch fiel der Braunkohle zum Opfer. Die Zeit, die Familie Leuchte neben der Arbeit und der Erziehung ihrer Söhne (Veit †, Karsten und Jens) blieb, nutzten sie viele Jahre als Mitglieder im Heimatverein und für den Segelsport. Heute sind Haus und Garten zum Lebensinhalt geworden. Doch ein klein wenig Nostalgie muss sein, findet Manfred Leuchte, hegt und pflegt seinen 62 Jahre alten Oldtimer-Trecker und fährt ihn gelegentlich auch aus. Die Familie fühlt sich in der Region wohl, „weil man hier aufgewachsen und alt geworden ist...“, lässt Manfred Leuchte im Interview wissen und hofft noch lange, gesund hier leben zu können.
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