MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Günter Liebscher

Kneiper mit Lust und Liebe

Günter Liebscher

Landgasthof & Pension „Waldeck“ Wetzelsgrün 26 08233 Treuen Fon: 037468 – 22 62 Internet: www.landgasthof-waldeck.com

Sein erster Schrei in der Nacht seiner Geburt habe den Bombenhagel auf Plauen gestoppt, erzähle man sich in seiner Familie, sagt Günter Liebscher. Deshalb hätten sie ihn, den im April 1945 Geborenen, einen „Friedensboten“ genannt. Günter Liebscher wächst in seiner Geburtsstadt auf, lernt Landmaschinenschlosser und arbeitet bis 1975 als Maschinist im Straßenbau. Anschließend ist er Referatsleiter für Straßenwesen beim Rat des Kreises. 1982 wechselt er zur Gastronomie, kellnert in Wald- und Badegaststätten. Als Heimleiter übernimmt er 1988 das Ferienheim des VEB Plauener Spitze. Auch seine Frau Gabriele steigt mit ein. Nach der Wende pachtet Günter Liebscher das Objekt von der Treuhand. Er möchte es kaufen. Doch die Kreditverhandlungen ziehen sich hin. Er habe manchmal nicht gewusst, wie und ob es weiter gehe, meint Günter Liebscher. Seine Frau habe sich deshalb eine Anstellung im Stadtarchiv gesucht. 1994 erwirbt Günter Liebscher den Landgasthof „Waldeck“. Er baut um und saniert. 1998 investiert er erneut. Das Ausflugslokal liegt an der alten Königstraße. Vor Jahrhunderten der Handelsweg zwischen Leipzig, Eger und Nürnberg. 1900 machten hier noch Fuhrwerke Halt. Heute suchen in dem idyllisch gelegenen Gasthof vor allem Wochenend- und Kurzurlauber Erholung. Unterkunft finden sie in den 15 gemütlich eingerichteten Zimmern der Pension. Der Waldgasthof ist Ausgangspunkt für Ausflüge nach Plauen, Göltzschtalbrück, zur Talsperre Pöhl und zum Oberen Vogtland. In der waidmännisch eingerichteten Gaststätte wird eine gutbürgerliche vogtländische Küche sowie Wildbret serviert. Im Sommer laden Terrasse und Biergarten zum Verweilen ein In dem großen Saal finden Familienfeiern, Klassentreffen oder Weinfeste statt. Zu den Tanzveranstaltungen kommen Gäste sogar aus Stuttgart. Drei Mitarbeiter, Halbtagskräfte, gehören zum Team von Günter Liebscher. Trotzdem seien seine Hobbys, wie Wintersport und Angeln, mittlerweile Vergangenheit. Es fehle ihm einfach die Zeit, betont er. „Kneiper“ zu sein, das sei sein Hobby geworden. Er beschäftige sich gern mit seinen Gästen. Günter Liebscher hat aus dem einstigen Ferienheim einen modernen und gut besuchten Landgasthof gemacht. Und wenn es die Gesundheit zulässt, will er mindestens noch fünf Jahre das Ruder in der Hand halten. Sein Streben gehe dahin, alle Schulden zu tilgen, erklärt er. Sein größter Wunsch sei es, einige Früchte seiner Arbeit auch selbst genießen zu können.
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