MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Bettina und Hilmar Leopold
Gepunktet im Leben wie im Sport
Diplom-Sportwissenschaftlerin
Maschinenbauingenieur
Eschenring 3
04828 Bennewitz
Hilmar Leopold wurde 1940 in Wurzen geboren, wuchs mit einem Zwillingsbruder und zwei weiteren Geschwistern auf. Der Vater, Gürtlermeister, kümmerte sich einst beim Wiederaufbau der Semperoper um die historisch korrekten Leuchter. Der junge Hilmar besuchte die Schule von 1947 bis 1955 und begann im zehnten Lebensjahr mit dem Basketballspiel. Seine zweijährige Schlosserlehre absolvierte er beim VEB Verlade- und Transportanlagen (VTA) Leipzig. Nur kurz arbeitete er als Geselle, ging dann zum Armeesportklub (ASK) Cottbus, wo er von 1958–1961 Basketball spielte, bis der Klub aufgelöst wurde. Da kehrte er in seine Heimatstadt zurück, wirkte beim VEB Maschinenfabrik und Eisengießerei als Reparaturschlosser. 1973 wechselte er als Sachbearbeiter in den Bereich Investition, holte die mittlere Reife nach und absolvierte im fünfjährigen Fernstudium eine Ausbildung zum Maschinenbauingenieur. 1977 wurde er technischer Mitarbeiter des Forschungsinstitutes für Körperkultur und Sport (FKS) in Leipzig, wartete im Bereich Schwimmsport u. a. den Strömungskanal. Als das FKS 1990 abgewickelt wurde, wechselten Weiterbildungen, Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen und Aufgaben in einer Baufirma. Als letztere 1999 in die Pleite schlitterte, war es Zeit für die Frührente. Genug zu tun gab es immer, vor allem, da er sich als Trainer (die größten Erfolge seiner Schützlinge 1968 und 1970 u. a. DDR-Schülermeister, mit der Bezirksauswahl 1968 Spartarkiadesieger der DDR), dann als Schiedsrichter (auch international in den Ostblockländern) und Manager stets und bis heute für den Basketballsport einsetzte. Er organisierte den Spielbetrieb im damaligen Bezirk Leipzig, gestaltete die Vereinigung von DDR- und bundesdeutschem Verband mit, war bis 2007 Vizepräsident des Basketballverbandes Sachsen. Der Vater zweier Kinder aus erster Ehe ist seit 1976 mit Frau Bettina verheiratet. Sie wurde als Bettina Oehmig 1951 in Halle (Saale) geboren. Ihr Vater kümmerte sich als Ringmeister um den Profiboxsport, sie selbst war schon früh in Tennis, Kegeln und Leichtathletik aktiv, wandte sich dann dem Basketball zu und sammelte erste Erfahrungen als Übungsleiterin. 1970 legte sie das Abitur ab und wurde an der DHfK zur Diplom-Sportwissenschaftlerin ausgebildet. Nicht lange hielt es sie beim Kreissportbund Bad Salzungen, sie wurde Basketball-Bezirkstrainerin in Leipzig und ging dann als Sportlehrerin an die Fachschule für Bibliothekare und Buchhändler Leipzig, arbeitete weiter nebenberuflich als Trainerin. Als die Fachschule in der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur (HTWK) Leipzig aufging, fand sie in Planung, Studentensekretariat und Prüfungsamt neue Aufgaben, engagierte sich dazu im Personalrat, ehe sie mit Altersteilzeitregelung in den Ruhestand wechselte, sich an der Volkshochschule nun der englischen Sprache zuwenden konnte und seit 2008 Mitglied im Wurzener Frauenchor wurde.