MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Ludwig und Hildegard Lenk
Stolz auf 65 gute gemeinsame Ehejahre
Str. der Freundschaft 3
08485 Lengenfeld
Fon: 037606 / 2460
Ludwig und Hildegard Lenk aus Lengenfeld im Vogtland feiern in diesem Jahr das Fest der eisernen Hochzeit. Sie sind seit 1952 glücklich miteinander verheiratet und blicken mit Stolz auf 65 Jahre guter Ehe zurück. Der gelernte Eisenbahner und die Köchin, die ihr Jubiläum im September 2017 begehen, haben keine Kinder und sind viel und gerne gereist. „Es ging bis ans Schwarze Meer nach Bulgarien“, blickt Ludwig Lenk zurück. Schon immer wollte er zur Eisenbahn. Geboren 1930 in Lengenfeld, ist er mit seinem Bruder zusammen aufgewachsen. Die Eltern waren in der Textilindustrie tätig. Von 1936-1944 besuchte Ludwig Lenk die Schule und begann nach dem Abschluss der 8. Klasse eine Lehre bei der Deutschen Reichsbahn als sogenannter Jungwerker. Nach seiner Ausbildung arbeitete er als Fahrdienstleiter auf dem Bahnhof Zwickau in Sachsen, später als Technologe. „Ich sprang auch überall dort ein, wo ich gebraucht wurde“, sagt er und schaut dabei auf 45 Dienstjahre als Eisenbahner zurück. 1990 ging er mit 60 Jahren in Rente als Rb.-Oberamtmann. Doch auch im Ruhestand gab es nie Langeweile für ihn, der gerne gewandert und geradelt ist und der in seiner Freizeit Räuchermännchen aus dem Erzgebirge sammelte und inzwischen über 500 Exemplare vom Schneemann bis zum Nachtwächter zusammengetragen hat. Als umtriebiger Naturschutzhelfer im Ehrenamt wurde er mit der Bürgermedaille seiner Heimatstadt Lengenfeld ausgezeichnet. Im Lengenfelder Stadtrat saß er schon zu DDR-Zeiten und wirkte bis zum Jahr 2004 als CDU-Abgeordneter mit. Heute wünscht sich Ludwig Lenk, dass sich der Nachwuchs aktiv für den Natur-, Umwelt- und Baumschutz einsetzt. Gesundheit wünscht er sich, um mit seiner Hildegard noch ein paar schöne gemeinsame Jahre erleben zu können. Ludwig Lenk gilt als ruhiger und besonnener Mensch, der Meckerei nicht leiden kann. „Er ist der Ruhepol bei uns“, sagt seine Frau. Sie kam 1930 in Schlesien (heute Polen) zur Welt und war eines von fünf Kindern, das die Eltern (Fährmann und Hausfrau) hatten. Von 1936-1944 ging Hildegard zur Schule. Als Umsiedler kam sie mit ihrer Familie erst nach Görlitz, 1946 nach Lengenfeld. Sie arbeitete zunächst in einer Gärtnerei, ging dann als Hausmädchen in Stellung bei einer Adelsfamilie und fand 1951 eine Anstellung als Köchin im Volkseigenen Betrieb (VEB) Baumwollspinnerei Lengenfeld. Dort blieb Hildegard Lenk bis zur Wende und trat 1991 ins Rentenalter ein. Sie hat immer gerne gekocht, bekennt die aufgeschlossene Frau. Gesundheit war stets am wichtigsten für sie. Hildegard Lenk bezeichnet das als größtes Glück. Eine gute Ehe zu führen, eine Arbeit gehabt zu haben, die sie mit Leidenschaft ausgeübt hat und Frieden – das erfüllt sie mit Stolz, das macht sie zufrieden.