MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Dr. Günther Leissler
„Anwalt sein ist auch Gefühlssache“
Junior Partner
Schönherr Rechtsanwälte GmbH
Tuchlauben 17
1014 Wien
Nach dem Studium begann Dr. Günther Leissler seine Berufskarriere in der Juristerei bei einem Strafverteidiger. Um die Zusatzausbildung „Neue Medien“ an der Universität mit dem Job zeitlich unter einen Hut zu bringen, wechselte er zu einer Versicherung. Es folgte die jetzige Spezialisierung auf öffentliches Recht, die aus persönlichem Interesse erwächst. Nach der Arbeit in einer Großkanzlei und der dreijährigen Tätigkeit beim österreichischen Bundesrechnungshof, findet Dr. Leissler bei Schönherr Rechtsanwälte GmbH die Möglichkeit, sich optimal beruflich zu entfalten. Ein grundsätzliches Interesse an Jus ist für ihn die Voraussetzung, um den Beruf gut ausüben zu können. Was einen guten Anwalt sonst noch charakterisiert sind Offenheit, Flexibilität und analytisches und strukturiertes Denken. „Man muss auf den Mandanten eingehen können, der in der Regel kein Rechtsproblem hat, sondern ein Problem, das er gelöst haben möchte.“ Damit das nötige Vertrauen entsteht, muss auch die Chemie stimmen – Gefühlssache. Beruf und Privatleben sind für ihn nicht trennbar. Interessiert man sich für den Job, dann können 12 Stunden in der Kanzlei weniger aufwändig sein, als 8 Stunden in einem anderen Berufsfeld mit dem man nicht glücklich ist. Woraus man auch im Privaten Kraft schöpft, ist typspezifisch - bei ihm sind es seine Tochter und seine Lebenspartnerin. Auch wenn das Wochenende durch die Gegebenheiten im Beruf manchmal leidet, kann er die Freizeit dafür intensiver genießen und mehr schätzen. „Wenn man sich daheim wohl fühlt, fühlt man sich auch in der Arbeit wohl.“ Auch für den Beruf definiert er Erfolg damit, sich zufrieden zu fühlen, wobei es keine Rolle spielen sollte, auf welcher sozialen Hierarchiestufe man dabei steht. Sein Tipp für angehende Juristen ist, sich möglichst viele Bereiche dieser Tätigkeit anzusehen. Sich nicht zu schnell festzulegen – Erfahrungen sammeln. Hat man eine Idee davon, wie breit das Tätigkeitsfeld ist, wird die Gefahr kleiner, später unzufrieden mit dem gewählten Beruf zu sein. Entscheidet man sich dafür Anwalt zu werden, sollte man sich eine Spezialisierung auf zwei bis drei Rechtsbereichen aneignen, aber trotzdem das allgemeine Grundverständnis behalten. Sein eigenes Ziel: Die Zufriedenheit im Job nicht zu verlieren, und sich trotzdem permanent weiter zu entwickeln!