MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Sabine und Wilfried Lehmann

Wenn auch nicht immer die Sonne scheint: „Das Leben ist schön“

Sabine und Wilfried Lehmann

Erzieherin
Ingenieur für Informatik
Am Bahndamm 13
04769 Mügeln OT Schweta

In Mügeln kam Wilfried Lehmann 1953 zur Welt, aufgewachsen ist er mit einer älteren Schwester im nahen Kemmlitz. Der Vater war Bergmann, die Mutter versorgte den Haushalt, zu dem eine bescheidene Obstplantage und etwas Kleinvieh gehörten, so dass die Kinder zeitig mit eingebunden waren. In Neusornzig begann der junge Wilfried den Schulbesuch. Musikalische Neigungen realisierte er in seinen Jugendjahren in einer Band. Seine mit dem Abitur verbundene Berufsausbildung zum Betriebs-, Mess-, Steuer- und Regelungstechniker (BMSR) absolvierte er im VEB Glasseidenwerk Oschatz. Danach arbeitete er ein halbes Jahr im Porzellanwerk Colditz. Dann rief die Armee zum Pflichtwehrdienst nach Leipzig. Doch eine dort nicht ausreichend versorgte Erkältung führte zu einer schweren Sehbehinderung. Ein halbes Jahr verbrachte er in Krankenhäusern, doch war sein Augenlicht fortan ein bleibendes Problem. Zwar wurde seitens der Armee die Beeinträchtigung als Unfall anerkannt, aber es ging zurück ins Zivilleben, wo Wilfried Lehmann anfangs nur Hilfsarbeiten übernahm, sich dann im damaligen Karl-Marx-Stadt in zwei Jahren zum Masseur umschulen lassen konnte. Zukunftsträchtiger erschien die Entwicklung der Elektronischen Datenverarbeitung, so dass er sich entschloss, gleich anschließend eine Facharbeiterausbildung in diesem Bereich zu absolvieren, um danach im Stahlwerk Riesa eingesetzt zu werden. 1988 begann er ein Studium der Informationstechnologie in Görlitz, welches er 1992 als Ingenieur abschließen konnte. Danach arbeitete er erst wieder in Riesa, dann für das Erstlings- und Kinderbekleidungswerk (EKO) in Oschatz. Im Jahr 2007 ging er in den Ruhestand, nutzt jedoch die seinerzeitige Ausbildung zum Physiotherapeuten, um bis heute zweimal wöchentlich Menschen seine heilenden Hände aufzulegen. Seit der Heirat 1976 ist Frau Sabine, geborene Reiche, an seiner Seite. Die Oschatzerin vom Jahrgang 1954 wuchs mit fünf Geschwistern, aber ohne Vater in einer von der Landwirtschaft geprägten Familie auf. Ihre zehnjährige Schulbildung schloss sie 1970 in Oschatz ab. An der Pädagogischen Schule in Leipzig wurde sie anschließend in drei Jahren zur Erzieherin ausgebildet. Sie begann ihre Tätigkeit im Betriebskindergarten des Volksgutes Cavertitz, wurde schnell als dessen Leiterin eingesetzt. Als 1979 Sohn Lars geboren wurde, dem 1982 Tochter Katja folgte, nahm sie Auszeiten, konnte danach im städtischen Kindergarten von Oschatz lange Jahre als Erzieherin wirken, ehe sie im Jahr 2008 in den Ruhestand wechselte. Vier Enkelkinder erfreuen das Paar. Daneben widmen sie sich dem 1995 gebauten Haus, sie findet Freude am Töpfern und Basteln, er betätigt sich sportlich und gemeinsam besuchen sie die Veranstaltungen des Seniorenstudiums, vor allem zu Geschichte und Kunst.
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