MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Martina und Manfred Lehmann
Liebe, Fleiß und immenser Familiensinn
Milchkontrolleurin i. R.
Meister für Grobkeramik i. R.
Liptitzer Str. 3
04668 Grimma OT Göttwitz
Lehmanns sind Fürsprecher mustergültiger Haltungen und wurden somit Verfechter arbeitsamer Zielstrebigkeit. Starke Fundamente ihrer langen Ehe sind Liebe, Fleiß und immenser Familiensinn im christlichen Glauben. Das Wachsen dieser Familie verfolgen zu können, beglückt in besonderem Maße. Sohn Holger ist Landmaschineningenieur. Tochter Petra ließ sich in Datenverarbeitung ausbilden und arbeitet am Landratsamt Grimma. Lutz ist Landmaschinenschlosser und betreibt nebenbei Landwirtschaft. Alle drei sind verheiratet, bescherten sechs Enkel sowie zwei Urenkelinnen und als Eltern und Großeltern träumen sie von noch vielen schönen gemeinsamen Jahren mit allen.
Geboren wurde Martina Lehmann am 02.11.1939 in Grottewitz. Mutter starb schon 1947 und sie wuchs bei den Großeltern mütterlicher- wie väterlicherseits auf. In die Landwirtschaft hinein gewachsen, arbeitete auch sie nach der Schule auf dem Felde..
Das Paar lernte sich über Verwandtschaft kennen und heiratete 1961. 1962 zog Martina Lehmann zu ihrem Mann nach Göttwitz. Neben beruflicher Tätigkeit nutzten Lehmanns jede freie Minute zum Um- wie Ausbau ihres Hauses. Martina Lehmann packte mit an und avancierte nach Feierabend zur Baumeisterin. Tagsüber war sie im Erntekindergarten anzutreffen, der leider nur saisonbedingt öffnete. Einen Ausweg lieferte die Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft.
Anfang der 70er Jahre verstarb ihre Stiefmutter und sie betreute ein paar Jahre ihren Halbbruder Klaus. Im Anschluss stieg sie in die Milchkontrolle ein.. Nach der Wende wurde die LPG dem Landeskontrollverband angegliedert und bei diesem war Martina Lehmann bis zur Rente 1999 beschäftigt.
Manfred Lehmann kam am 28.10.1939 in Göttwitz zur Welt. Nach Schulende ließ er sich zum Großhandelskaufmann ausbilden, arbeitete vordergründig im Büro und wechselte 1961 in die Lohnbuchhaltung des Rohrleitungsbaus Grimma. Von 1964/82 war er bei der Ziegelei Göttwitz, welche sich nach Kombinatsbildung Keramik- und Ziegelwerk Mügeln nannte, tätig und durfte 1971 seinen Meisterabschluss für Großkeramik mit sehr guten Ergebnissen entgegen nehmen.
1982 machte sich Manfred Lehmann sprichwörtlich aus dem Staub, begann am Geflügelschlachthof Mutzschen, war Verantwortlicher für Abrechnungen und konnte das machen, war ihm am meisten gefiel – mit Zahlen jonglieren. Christlich geprägt, trat er 1990 der Christlich-Demokratischen Union bei, unterstützte Stadtrat, Kreistag und Stadtverwaltung, nutzte ab 1992 aus gesundheitlichen Gründen Übergangsregelungen und ist seit 1997 Rentner.
Abschließend gibt es ein dickes Lob für die Gattin: „Meine Martina ist eine ganz Liebe, bei ihr haben es alle gut, ich auch! Sie ist fleißig und hält die Familie zusammen.“ Allerdings steht ihr ihr Mann in keinem Punkt nach.