MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Mechthild Lehmann

Eine Ärztin mit Leib und Seele

Mechthild Lehmann

Hartmannstr. 3
04838 Eilenburg

Fon: 03423 / 755281

Die Ärztin Frau SR Mechthild Lehmann ist ein zielstrebiger und zuverlässiger Mensch und sie erwartet diese Lebenseinstellung auch von anderen Menschen. Geboren am 26. April 1937 in Berlin, verbringt sie ihre ersten beiden Lebensjahre in der Hauptstadt, die Familie geht dann nach Halle, der Vater folgt einem attraktiven Angebote seines Arbeitgebers, der Firma Siemens. Die Mutter kümmert sich um den Haushalt. Von Anfang an erhält Mechthild Lehmann sehr viel Unterstützung von ihren Eltern. Sie legt das Abitur 1955 an der Friedrich-Engels-Oberschule in Halle ab, will ursprünglich Veterinärmedizinerin werden, doch ein Unfall macht ihr einen Strich durch ihre Lebensplanung. Sie entscheidet sich für die Humanmedizin und studiert ab 1955 sechs Jahre an der Martin-Luther-Universität in Halle, wo sie sich auf die Promotion vorbereitet. Doch ihr Betreuer geht in den Westen, die Medizinerin verzichtet nun auf diesen Weg, der nach dem Weggang des „Doktorvaters“ mit sehr viel zusätzlichem Aufwand verbunden gewesen wäre. Während der Zeit ihres Studiums lernt Mechthild Lehmann ihren späteren Mann kennen, der in Halle Chemie studiert. Alexander-Horst Lehmann arbeitet ab 1960 als Chemiker im ECW in Eilenburg. Sie heiraten 1961. Nach einem kurzen Zwischenaufenthalt in Wurzen kann auch sie nach Eilenburg kommen, die Familie ist nun wieder vollzählig beisammen. Der Sohn Horst arbeitet heute als promovierter Chemiker in Düsseldorf, sein jüngerer Bruder Götz, ein studierter Physiker, ist heute Fluglotse und träumt davon, einmal auf dem neuen Flughafen BER in Berlin zu arbeiten. Inzwischen gehören zwei Enkel zur Familie, auf die Mechthild Lehmann sehr stolz ist. Der Mann Alexander-Horst verstirbt im Jahr 2006. Nach einer dreijährigen Facharztausbildung in Eilenburg und der Universität Leipzig eröffnet sie mit ihrem Kollegen Dr. Kretschmar eine Staatliche Arztpraxis in Mockrehna, in der sie von 1965 bis 1992 tätig ist. Die Mutter von zwei Kindern hat aus freien Stücken immer voll gearbeitet. Zu allen Zeiten vermeidet sie es, in eine Partei einzutreten. Auch als Rentnerin kennt Mechthild Lehmann keine Langeweile. Sie genießt das Leben und hört gern und viel gute Musik. Vor der Wende ist sie mit ihrem Ehemann oft in das Gewandhaus in Leipzig gegangen und erinnert sich gern an die unvergesslichen Konzerte mit dem Dirigenten Kurt Masur. Heute besucht sie die „Stunde der Musik“ in Eilenburg und geht auch gern in Kirchenkonzerte. Die rüstige Seniorin würde gern in einer Großstadt leben und schätzt es sehr, dass die Metropole Leipzig in der Nähe liegt. Sie verabscheut die Feindseligkeit gegenüber Fremden und wünscht sich oft ihren Mann zurück. Auch würde sie gern öfter ihre Kinder und Enkel sehen, doch die wohnen weit weg, da müssen oft E-mails oder Telefonate reichen. Auch deshalb würde sich Mechthild Lehmann gern besser mit dem Computer auskennen.
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