MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Dr.-Ing. Christian Martin Lehm

„Wo der Herr nicht das Haus baut…

Christian Martin Lehm

Rentner
03050 Cottbus

…so arbeiten umsonst, die daran bauen“, heißt es im biblischen 127. Psalm. Für Christian Martin Lehm, einem evangelischen Pfarrhaus entstammend, waren das handwerkliche wie das ideelle Bauen zwei Seiten derselben Medaille. Geboren wurde er im erzgebirgischen Flöhatal 1933 in Borstendorf. 1941 eingeschult, besuchte er bis 1944 die dortige Grundschule, konnte Oberschule und 1952 das Abitur folgen lassen. Das Studium sah ihn an der Hochschule für Verkehrswesen in Dresden (1953/58). Der Ingenieur für Verkehrsbauten fand seine Beschäftigung in der Investbauleitung Straßen und Brücken beim Rat des Bezirkes Cottbus. Eine außerplanmäßige Aspirantur an der Hochschule für Verkehrswesen Dresden ermöglichte ihm 1967, den wissenschaftlichen Grad eines Dr.-Ing. zu erwerben. Der qualifizierte Fachmann wechselte 1967 ins Staatliche Straßenbau-Aufsichtsamt, 1973 ins Bezirksbauamt. In dieser Aufgabe verantwortete er die Staatliche Bauaufsicht bis zum Jahr 1990. Mit dem politischen Wechsel im Zuge des Beitritts der DDR zur Bundesrepublik Deutschland wurden neue Verwaltungsstrukturen geschaffen, Länder neu begründet. Seitdem arbeitete Dr.-Ing. Christian Lehm noch für zwei Jahre beim Rat der Stadt Cottbus im Tiefbauamt. Ein geregelter Altersübergang ermöglichte ihm die Überbrückung bis zur regulären Rente, die er seit 1998 beziehen darf. Den Idealen Albert Schweitzers verpflichtet, hat er sein Leben stets auch aus christlich-humanistischem Gedankengut gestaltet. Dies führte zu einem Engagement in der Christlich-Demokratischen Union (CDU), vor allem aber zur Bindung an seine Gemeinde der Cottbuser Lutherkirche, wo er im Gemeindekirchenrat den Vorsitz übernommen hat. Den geschichtsbewussten Baufachmann interessierte daneben Kirchen- und Stadtgeschichte. Für seine Mitarbeit in der Fachgruppe Stadtgeschichte des Kulturbundes erhielt er einst sogar die „Johannes-R.-Becher-Medaille“. Seit 1958 verheiratet (die Ehefrau verstarb bereits 1985) prägten auch die beiden Töchter (1960 und 1963 geboren) die Familie. Ein Bibelspruch aus Jesaja, Kapitel 54 hat ihm/ ihnen Halt gegeben: „Es sollen wohl Berge weichen und Hügel hinfallen, aber meine Gnade soll nicht von dir weichen, spricht der Herr, dein Erbarmer“.
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