MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Günter Lehmann

Mit Optimismus auch durch schwierige Zeiten

Günter Lehmann
Ofenbauer

Südstraße 10
04916 Dubro
Fon: 035362 / 315

Er ist stolz auf seinen Beruf, der heute auf der Liste der „gefährdeten“ Berufe steht. So wie er ihn bis 1987 praktizierte gibt es ihn eigentlich gar nicht mehr. In der Internet-Enzyklopädie Wikipedia findet man, dass der Ofenbauer eine Berufsbezeichnung ist für Menschen, die Öfen, beispielsweise Back- und Kachelöfen sowie Kamine und ähnliche Feuerstätten, planen, entwerfen, bauen und setzen. Günter Lehmann war einer von denen, die viele Neubauten mit Kachelöfen in Herzberg und republikweit ausstatteten. Selbst Botschaften in Berlin versah er mit entsprechenden Feuerstätten. Günter Lehmann wurde 1932 in Falkenberg geboren und wollte eigentlich Eisenbahner werden. Durch verschiedene Umstände und vorbelastet durch das Elternhaus begann er nach dem Besuch der Volksschule die Lehre als Ofensetzer (gleichzusetzen mit dem heutigen Ofenbauer) in Herzberg. Nach erfolgreichem Abschluss arbeitete er im Betrieb des Vaters, der ihn in seinem beruflichen Werdegang immer nach Kräften unterstützte, als Ofenbauer. 1954 absolvierte er die Meisterprüfung und wurde damit der damals jüngste Meister in der weiteren Umgebung. Ab 1958 arbeitete er im VEB Ofenbau; im VEB Bau Schlieben baute er die Fliesenlegerabteilung auf. Eine weitere berufliche Station war die PGH Fortschritt in Herzberg, die später zum VEB BMK Kohle und Energie gehörte. Bis zu dessen Auflösung 1990 gehörte er dazu. Wegen der Folgen eines schweren Busunfalls, in dessen Folge er Invalidenrentner wurde, war er seitdem beruflich nicht mehr tätig. Er hat seine Berufswahl trotzdem nie bereut. Mit Durchstehvermögen und Optimismus hat er sich durch alle Stationen, auch den bisher schwersten Abschnitt seines beruflichen und persönlichen Lebens, gekämpft. Ganz besonders stolz ist er auf über 50 Jahre glücklicher Ehe mit seiner Ehefrau Gerda. Zwei Söhne, beide im Berufsleben, zwei Enkelkinder und bald zu erwartende Urenkel machen das Familienglück komplett. So sind regelmäßige Familientreffen zur guten Tradition geworden. Viele Jahre arbeitete Günter Lehmann im Elternbeirat, vom achtzehnten Lebensjahr an sang er im Männerchor, bis zu dessen Auflösung. Zwölf Jahre lang leitete er nach der Wende die örtliche Seniorengruppe und war in der Freiwilligen Feuerwehr. Für die Arbeit mit der Seniorengruppe erhielt er die Ehrenurkunde der Stadt Schönewalde. Er hält sich fit, indem er im Garten alles in Gang hält, und er wünscht sich, gemeinsam mit seiner Ehefrau noch mal eine schöne Schiffsreise unternehmen zu können.
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