MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Elisabeth Lau

Niemals aufgeben, immer weitermachen

Elisabeth Lau

Rentnerin Lily-Braun-Str.  90 12619 Berlin

Elisabeth Lau, geb. Buthut, ist eine bescheidene Frau. Dabei hat sie in ihrem langen Leben viel geleistet und viel erreicht. Elisabeth Buthut wurde 1934 in der Altmark geboren, Sternbild: Widder. Sie hat ganz die kämpferische Ader des Widders mitbekommen. Nach Beendigung der Volksschule in Förderstedt (1948) arbeitete Elisabeth in der elterlichen Gaststätte mit. Nach Gesprächen mit dem Arbeitsamt entschloss sich Frau Buthut, eine Lehre als Schlosser zu absolvieren. Die Lehrlinge der Kommunalen Lehrwerkstatt wurden vom Traktorenwerk übernommen. Nach der Grundausbildung zum Schlosser, welche Elisabeth Buthut als Beste abschloss, wechselte die junge Frau in die Lehre zur technischen Zeichnerin. Dabei konnte sie ihre gemachten Erfahrungen aus der Schlosserei gut nutzen: Sie wusste ganz genau, wie ein Werkstück aussieht (gute räumliche Vorstellung), welches sie zeichnete. Die Lehre war 1953 beendet und sie arbeitete weiter im Beruf der technischen Zeichnerin. 1956 heiratete sie ihren Ehemann Peter Förster. Von 1956 bis 1965 betrieb sie mit ihrem ersten Ehemann eine eigene Gaststätte auf der Basis eines Kommissionsvertrages mit wöchentlicher Tanzveranstaltung mit Live-Musik. Durch den Tod ihrer Schwiegermutti wurde 1965 die Gaststätte verkauft. Noch im gleichen Jahr verstarb ihr Ehemann. Daraufhin kehrte sie zum Traktorenwerk zurück und arbeitete nun als Sachbearbeiterin. Das Traktorenwerk ermöglichte der fleißigen und gewissenhaften Frau ein Sonderstudium an der Betriebseigenen Akademie. Mit 43 Jahren wurde Elisabeth Förster Ingenieurin. Gemeinsam mit ihrem Sohn Hendrik, der damals für das Abitur büffelte, Hubschrauberpilot bei der NVA wurde und heute bei Mercedes arbeitet, und ihrer Tochter Dagmar, die gerade in der 10. Klasse war, lernte sie. Ihre Tochter darf sich heute Kosmetikmeisterin nennen. Sie ist als Meisterin in der B-Rolle der Handwerkskammer Ostthüringen eingetragen. Für ihre Ingenieursarbeit erhielt Frau Lau eine Auszeichnung. Die entwickelten Exponate wurden von der Kammer der Technik bewilligt und dann für gut befunden. 1976 wurde sie Gruppenleiterin im Traktorenwerk im Bereich Technologie, wo sie maßgebend beteiligt war an der Ausarbeitung der technologischen Unterlagen für die Fertigung der Einzelteile im Leistungslohn. Diese Methode sollte in den Betrieben des Kombinates Landmaschinenbau eingeführt werden. Die Mutter zweier Kinder arbeitete im Automobilwerk Eisenach, wo damals der Wartburg Tourist hergestellt wurde. Aus persönlichen Gründen zog sie nach Berlin und wurde Mitarbeiterin im Ministerium für Allgemeinen Maschinen-, Landmaschinen- und Fahrzeugbau (MALF) bis 1990, als die Einrichtung wendebedingt abgewickelt wurde. Als Ingeneuer für Instandhaltung war sie noch bis 1993 bei Kugelfischer angestellt, dann ging Frau Lau in den Vorruhestand. Die Rente folgte. Um ein kleines Zubrot zu verdienen, übernahm Frau Lau die Aufsicht in einem Berliner Parkhaus. Diese Tätigkeit übernahm sie von ihrem Mann Dipl.-Ökonom Karl-Otto, den sie 1992 heiratete, aber bereits seit 1985 kannte. Das größte Glück ist für Frau Lau, wenn sie mit ihrem Mann zufrieden auf der Couch sitzen kann. Meist strickt oder häkelt sie dabei – eine große Leidenschaft von ihr – oder schmökert in historischen Romanen.
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