MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Dr. rer. nat. Günter le Petit

Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg

Günter le Petit
Diplom-Chemiker

Malerstrasse 7
01326 Dresden

Seine Großväter – Apotheker und Lokomotivführer –, auch sein energiegeladener Vater, tätig als Postinspektor, prägten sein Leben in entscheidendem Maße. Aufgrund der Lieblingsfächer Chemie, Physik und Mathematik formte sich der künftige Lebensweg im Reich der Naturwissenschaften und wurde 1944 durch Kriegsschrecknisse mit Einberufung zur Wehrmacht jäh unterbrochen. Günter le Petit, geboren am 07.09.1927 in Chemnitz, kam an die Westfront und geriet bis Januar 1946 in Gefangenschaft. Nun erst war es möglich, das Abitur abzulegen, sich an der Technischen Hochschule Dresden dem Chemiestudium zu widmen und 1952 die Diplomarbeit zu verteidigen. Um das Studium zu finanzieren, lehrte er parallel dazu an der Dentisten- und Schwesternschule. Das Berufsleben begann als Assistent bei Professor Kurt Schwabe, mit dessen Schülerkreis er sich noch regelmäßig trifft, und wurde im Jahre 1958 von Promotion begleitet. Ein Jahr später ging Dr. le Petit ans Pharmakologische Institut der Medizinischen Akademie Dresden und widmete sich im Forschungsbereich u. a. elektro-chemischer Sauerstoffmessung in Blut, Wasser und Flüssigkeiten, Stoffwechselmessungen sowie Lungenfunktionsdiagnostik. In diesem Zusammenhang konnte ein Messgerät kreiert werden, das nicht nur großen Anklang fand, sondern für die Gesundheit der Menschen von enormer Relevanz war. 1964 wechselte der Chemiker zu Professor Karl Feller ans neu gegründete Institut für Pharmakologie, das erste in Deutschland. Hier beschäftigte sich der Analysator mit Resorptionen von Arzneistoffen in Abhängigkeit von deren Lipid-Löslichkeit, hielt Vorlesungen und nahm an Kongressen teil. Als Oberassistent intensivierte Dr. le Petit seine Vorlesungen vor Ärzten über die Wirksamkeit und Verschreibung von Arzneimitteln. Seinen Beruf übte er mit großer Begeisterung aus und sah immer das Ziel, der Menschheit helfen zu wollen. Seit 1992 im Ruhestand, gestattete größerer Zeitfond dem Vielgeehrten, sich passionierter Hobbys zu widmen. Er ist Wanderleiter der Pharmakologen, heilloser Bastler, liebt Lokomotiven, Bücher und altes Kulturgut, pflegt heimatverbunden erzgebirgische Traditionen und entspannt bei Klassik. Auch gilt er als großer Gartenliebhaber, besitzt mit Ehefrau Ingeburg – Chemotechnikerin – seit 1968 ein Grundstück, das das Paar bei möglichst stabiler Gesundheit noch lange nutzen möchte. Vielleicht hilft ja auch hier ein klein wenig seine Lebensweisheit: „Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.“ Und diesen wird er finden.
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