MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Manfred Launhardt mit Sohn Marc und Enkeltochter Sarah

Launhardts Mercedes

Manfred Launhardt mit Sohn Marc und Enkeltochter Sarah
Ingenieur für Technologie i. R., Marc Launhardt: Inhaber der Bio-Quelle

Blumenstraße 60
39218 Schönebeck
Fon: 03928 / 400726
Fax: 03928 / 410071
Funk: 0177 / 7686977
Internet: www.bio-quelle-launhardt.de
E-Mail: m.launhardt(at)onlinehome.de

Mit einem Bügeleisen schweißt Manfred Launhardt im Mai 1973 zwei Bahnen Gewächshausfolie zu seinem ersten Teich zusammen. Der Beginn einer Erfolgsgeschichte, an dessen Ende die weltweit einzige vollbiologische Kleinkläranlage steht. Die Schlamm frisst und Abwasser in nährstoffreiches Nutzwasser verwandelt. Manfred Launhardt, Jahrgang 1939, kommt aus dem Raum Posen. Nach Abitur, Dienst bei der Bereitschaftspolizei und Arbeit als Dreher studiert er an der Magdeburger Ingenieurschule. 1966 stellt die Eickendorfer Schraubenfabrik den Ingenieur-Technologen als Technischen Leiter ein. Nach 14 Jahren macht sich Manfred Launhardt mit einer Pumpenreparaturwerkstatt selbstständig. Zu DDR-Zeiten waren private Unternehmen kein Erfolgsmodell. Doch der Ingenieur genießt einen guten Ruf. Anfang der 80er Jahre beginnen Manfred Launhardt und seine Frau mit dem Anlegen von Teichen und der Zucht von Fischen und Teichgewächsen. Doris Launhardt macht daraus ein Firmenkonzept und eröffnet 1989 die „Bio-Quelle“, die erste Teichgärtnerei im Bezirk Magdeburg. Ihre Seerosen, Zierfische, Sumpf- und Wasserpflanzen werden Verkaufsschlager. 1992 „fusionieren“ beide Betriebsteile zur „Teichgärtnerei Launhardt“. Das dritte Standbein wird 1995 der Launhardt-Reaktor. „Er filtert Abwasser binnen 24 Stunden in Wasser, das für Pflanzen und Teiche wertvoller ist als jedes andere. Ein Segen für jeden Garten“, erklärt sein Erfinder. „Außerdem spart er Kosten und macht ökologisch Sinn.“ Scheinbar Unmögliches möglich zu machen, das hat den Ingenieur seit jeher gereizt. Er könne technologische Zusammenhänge schnell erfassen und kreativ umsetzen, sagt er. Für die einfache und doch geniale Idee erhält Manfred Launhardt den zweiten Platz im Umweltpreis von Sachsen-Anhalt. Zweitplatzierter wird er im MDR-Umweltmagazin. Nutzer von Launhardts Reaktor nennen ihn den „Ferrari“ unter den Kleinkläranlagen. Seinem Erfinder gefiele „Mercedes“ besser. Es sei schließlich ein deutsches Patent, meint er. Für die weltweite Anmeldung habe ihm das „Kleingeld“ gefehlt. Nach einer Lehre als Industriemechaniker steigt Sohn Marc 1993 in den Betrieb ein. Zehn Jahre später überträgt ihm der Vater dessen Leitung. Nun hat Hauptkassierer Launhardt vom Schönebecker Anglerverein mehr Muße für Hecht, Zander und Karpfen. Im April 2004 wird Marc Launhardt Gründerchampion in Sachsen-Anhalt. Für den 37-Jährigen vielleicht ein erster Schritt zum eigenen „Mercedes“ …
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