MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Manfred und Eva Langner
Augen zu und durch
Hufelandstr. 24
04435 Schkeuditz
Fon: 034204 / 64421
Eva Langner wurde am 23.10.1945 in Staßfurt geboren. Ihr Vater arbeitete als Schweißer, die Mutter war Hausfrau. Nach achtjähriger Schulzeit absolvierte Eva ab 1960 eine zweijährige Ausbildung im Fernsehwerk ihrer Heimatstadt und wurde anschließend vom Betrieb als Mitarbeiterin übernommen. 1965 heiratete Eva ihren Mann Manfred Langner. Mit Heike (*1966; Erzieherin) und Sabina (*1972; Mitarbeiterin der Krebsforschung in München) hat das Paar zwei Töchter, mittlerweile fünf Enkel und vier Urenkel. Nach der Hochzeit setzte sich Eva erneut auf die Schulbank, lernte über die Erwachsenenqualifizierung den Beruf Facharbeiterin für Holztechnik und war zehn Jahre in einer Möbelfabrik angestellt. 1975 wechselte sie als Hilfsschlosserin zum Maschinen- und Apparatebau Schkeuditz und qualifizierte sich innerhalb der nächsten zwei Jahre zur Betriebsschlosserin. Durch interne Umstrukturierungen wurde sie schließlich in der Elektrowerkstatt eingesetzt und lernte auch noch den Beruf des Elektrikers. „Ich habe insgesamt vier Facharbeiterbriefe“, schmunzelt sie. 1989 wurde Eva Langner durch die wendebedingte Werksschließung arbeitslos. Zwei mal zwei Jahre wurde sie für ABM-Maßnahmen, unter anderem im Landschaftsbau, eingesetzt. Seit einem Schlaganfall 2002 ist Eva EU-Rentnerin. Manfred Lagner kam am 31.03.1944 im schlesischen Rauße zur Welt und wurde im Winter 1945 mit seiner Familie von den Russen aus der Heimat vertrieben. „Mit neun Kindern flohen meine Eltern Josef und Anna damals in die Tschechei, kamen nach Beendigung des Krieges für 14 Tage nach Hause zurück, um dann von den Polen erneut vertrieben zu werden. Nach vielen kleineren Stationen quer durch Deutschland kamen wir dann am 01.01.1946 in Schkeuditz an und wurden hier sesshaft“, schildert Manfred seine schicksalshaften ersten Lebensjahre. Nach acht Schuljahren absolvierte er eine Lehre als Maschinen- und Stahlbauschlosser bei der privaten Firma Otto & Co. KG, die sich später in einen volkseigenen Betrieb umfirmierte. Nach erfolgreichem Abschluss 1962 arbeitete Manfred Langner bis 1989 für diese Firma. „Ich war vorrangig auf Montage, als Schlosser und Brigadier tätig“, berichtet er. Ab 1965 leistete er seinen Wehrdienst in Leipzig. Von 1990–2007 war Manfred Langner als Hausmeister einer Schkeuditzer Mittelschule tätig. „Hier habe ich nahezu alle anfallenden Arbeiten selbst ausgeführt“, lächelt der passionierte Tüftler. Im Anschluss an diese Zeit wurde er pensioniert. Heute genießen Eva und Manfred Langner ihre freie Zeit am liebsten gemeinsam und im Kreise ihrer Lieben. Während er im Garten werkelt, macht sie Handarbeiten. „Wir haben uns außerdem immer gegenseitig unterstützt“, erzählt Eva rückblickend. Für die Zukunft hat die Gesundheit oberste Priorität, um weiterhin zusammen älter werden zu können.