MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Dr. med. vet. Siegfried Lange

Ein Kindheitstraum wurde zum Lebensinhalt

Siegfried Lange

99947 Bad Langensalza

Obwohl sein Leitspruch „Das einzig Konstante im Leben ist der Wechsel“ etwas anderes vermuten lässt, ist Dr. Siegfried Langes Leben geprägt von einer Zielstrebigkeit, die ihm die Erfüllung seines Kindheitswunsches, Veterinärmedizin zu studieren, verwirklichen half. Rückblickend sah er schon in der Grundschule in seinem Geburtsort Steinbrücken bei Nordhausen durch seinen damaligen Lehrer Wolfgang von Gagern, der ihn forderte und förderte, den weiteren Weg vorgezeichnet. Nach dem Abitur und dem Studium an der Universität Leipzig folgte ein Pflichtassistentenjahr, das ihm eine weitere sehr gute Ausbildung ermöglichte. Danach fand er Anstellung im damaligen Bezirksinstitut für Veterinärwesen in Bad Langensalza (heute Thüringer Landesamt für Lebensmittelsicherheit und Verbraucherschutz) und durchlief als Anfänger alle Abteilungen des Instituts. Anfangs arbeitete er in der Pathologie, wurde dort, wie er verschmitzt sagte, zum „postmortalen Klugscheißer“, beschäftigte sich alsbald als Abteilungsleiter mit der Serologie-Leukose-Diagnostik und später als Bereichsleiter mit der Tierseuchendiagnostik (Serologie und Virologie). Nach der Wende kämpfte er erfolgreich mit für die Erhaltung des Standorts des Instituts, das als VUTGA von seinem beruflichen Vorbild Dr. Bodo Preuß gegründet wurde, und arbeitete in leitender Funktion bis zu seinem Ruhestand im Juli 2007. Seine berufliche Tätigkeit bezeichnet er heute als sehr interessant mit oft phantastischen und positiven Ergebnissen, die viele Lichtblicke in der Diagnose der Tierseuchen brachte. Obwohl er heute nicht mehr politisch aktiv ist, erinnert er sich gern an seine Arbeit in den Reihen der LDPD und später der FDP als stellvertretender Kreisvorsitzender oder an seinen einjährigen Vorsitz im Kreistag des Unstrut-Hainich-Kreises, wo er versuchte, die beiden Altkreise zu koordinieren. Auch heute noch ist er der festen Überzeugung, dass Volksvertreter für die Menschen aktiv sein müssten, die sie gewählt haben. Aus diesem Grund wurde er Mitglied in „Mehr Demokratie e.V.“, um mitzuhelfen, das empfindliche Pflänzchen „Demokratie“ außerparlamentarisch vor jeglicher Machtentartung zu schützen. So ärgern ihn, der Probleme immer friedlich lösen möchte, Arroganz, Dummheit und Boshaftigkeit. Als Ruheständler füllt er sein Leben mit Reisen, Kultur und klassischen Konzerten und frönt der Leidenschaft des wöchentlichen Fußballspiels in seiner Altersklasse. Mit Stolz erfüllt ihn aber auch die Entwicklung seines Sohnes Alexander, der als promovierter Mathematiker an der Universität von Toronto tätig ist, und seiner Tochter Dorotheè, die in München Tiermedizin studierte und kürzlich ihre Approbation erhielt.
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