MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Lutz Lange
Beruflich alles verwirklicht
Journalist Rentner Almstadtstraße 28 10119 Berlin Fon: 030 / 2476147 Funk: 0176 / 39034147
Lutz Lange wurde 1946 in Altenburg geboren. Dort besuchte er ab 1953 auch die Polytechnische Oberschule. Nach dem erfolgreichen Abschluss lernte er ab 1963 im Volkseigenen Betrieb (VEB) Nähmaschinenwerk Altenburg den Beruf des Werkzeugmachers. Während dieser Lehrzeit engagierte er sich nicht nur als Leitungsmitglied in der Freien Deutschen Jugend (FDJ), sondern schrieb auch Beiträge für die Betriebszeitung. Der zuständige Redakteur gab ihm den Rat, in dieser Richtung weiter zu arbeiten. Eigentlich wollte Lutz Lange das auch, doch seine Mutter drängte darauf, dass er zunächst einen bodenständigen Beruf lernte. Nur kurze Zeit nach der Facharbeiterprüfung 1966 hielt es den ausgebildeten Werkzeugmacher im Betrieb. Dann ging er für drei Jahre zu den Luftstreitkräften der Nationalen Volksarmee. Unmittelbar danach begann er seinen journalistischen Berufsweg – als redaktioneller Mitarbeiter und, nach späterer Qualifizierung, als Redakteur bei der „Leipziger Volkszeitung“ in Schmölln. Ab 1971 absolvierte Lutz Lange ein dreijähriges Fernstudium an der Fachschule für Journalistik. 1975 wechselte er nach Berlin - in die Abteilung Wirtschaft der Jugendzeitung „Junge Welt“. Fünf Jahre blieb er dort und betreute als verantwortlicher Redakteur zahlreiche FDJ-Aktionen. Bevor er 1986 zur Gewerkschaftszeitung „Tribüne“ wechselte, fungierte er vier Jahre als Pressereferent des Generaldirektors vom Kosmetikkombinat Berlin. Schließlich arbeitete er dort auch noch für 18 Monate die Abteilung Beschaffung und Absatz. Dann stürzte sich Lutz Lange wieder in das redaktionelle Kultur- und Gewerkschaftsleben und verfasste zahlreiche Beiträge über bekannte Persönlichkeiten. Nebenbei leitete er das Parteilehrjahr des Verlages. Einen Auslandsurlaub nutzte er, um die DDR illegal zu verlassen. „Doch nach zwei Tagen kam ich aus persönlichen Gründen wieder zurück“, erzählt Lutz Lange. Das Erlebnis, die Grenzanlagen einmal von der anderen Seite gesehen zu haben, bezahlte er mit Berufsverbot und einer vorübergehenden Arbeitslosigkeit. Schließlich konnte er bei der Deutschen Post dann als Telegramm- und Eilbote wieder tätig werden. Beim VEB Secura erhielt Lutz Lange eine zweite Chance – als Ökonom. Er durfte sogar nach Ungarn reisen. Schließlich nahm er an den Montagsdemos in Berlin teil und hätte am 10. November 1989 die DDR offiziell verlassen können. Durch die Abschiedsfeier am Vorabend mit Freunden bekam er nicht mit, dass die Grenzen an diesem 9. November 1989 geöffnet wurden.. Schließlich zog Lutz Lange nach Hamburg. Dann erhielt er die Chance in Frankfurt (Oder) die „Neue Frankfurter Zeitung“ als Chefredakteur mit aufzubauen. Durch eine Urlaubsvertretung kam er bis Ende 1992 zum „Havelland-“ und „Spandauer Anzeiger“. Von Frankfurt (Oder) kehrte Lutz Lange nach Berlin zurück, weil „Der Nord-Berliner“ einen Chefredakteur suchte ( Tätigkeit 1993–2002). Doch finanziell geriet der herausgebende Verlag in Schieflage und Lutz Lange überbrückte die kurze Zeit bis zum Rentenbeginn mit Arbeitslosigkeit. Zufrieden und stolz blickt er auf sein Lebenswerk. Denn Lutz Lange ist glücklich, dass er beruflich alles verwirklichen konnte.