MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Erika und Rudolf Lange

Den Kindern Vorbild sein

Erika und Rudolf Lange

Industriekauffrau
Traktorist, Elektriker
Dresdner Str. 95 a

09557 Flöha

Erika Lange, geb. Anke, wurde am 23.05.1941 im sächsischen Flöha geboren und wuchs mit einem älteren Bruder auf. Ihre Eltern arbeiteten als Landwirte, was das Leben von Kindheit an prägte. „Da wir auch Vieh besaßen, gab es immer zu tun. Ich habe aber auch viele schöne Erinnerungen an meine ersten Lebensjahre“, berichtet sie. Von 1946–1954 besuchte sie die Schule in ihrer Heimatstadt und absolvierte im Anschluss eine Ausbildung zur Landwirtin in Oederan, die sie mit dem Facharbeiterbrief abschloss. „Viel lieber wäre ich Friseurin geworden, aber es waren harte Zeiten. 5 Uhr ging es auf unserem Hof los. Erst wenn die Tiere versorgt waren, gab es Frühstück“, erinnert sich Erika. 1960 verstarb ihr geliebter Vater an einer Krebserkrankung und die Mutter musste der LPG beitreten. Von 1963–1970 arbeitete Erika im Büro der MTS in Oederan und machte auf der Abendschule den Abschluss als Industriekauffrau. 1965 heiratete sie ihren Mann Rudolf Lange. Mit Roger (*1970; Tischlermeister) und Alexander (*1980; Diplom-Maschinenbauer, hat promoviert) hat das Paar zwei Kinder und mittlerweile fünf Enkel. Aufgrund einer Hauterkrankung des ältesten Sohnes blieb Erika Lange vier Jahre zu Hause. Von 1974–1976 war sie dann im Sekretariat der Gebäudewirtschaft tätig, anschließend bis 1982 bei der DBD. Danach wechselte sie bis zur Pensionierung ins Büro der Stadtverwaltung Flöha und kümmerte sich um die Abteilungen Bauwesen, Landwirtschaft und Umwelt. Mit 64 wurde Erika Lange pensioniert. Rudolf Lange kam am 15.03.1941 in Kirchbach zur Welt, verlebte seine Kindheit in Oederan und hat zwei Geschwister. Der Vater stammt aus Thüringen und arbeitete als Eisenbahner, die Mutter in Stellung. Nach der Schulzeit absolvierte Rudolf Lange eine Lehre als Traktorist und Schlosser bei der MTS. Später machte er noch eine Ausbildung zum Elektriker. In diesem Beruf arbeitete er bis zur Wende. Von 1990–2001 war Rudolf Lange bei der privaten Elektrofirma Schmidt in Niederwiesa beschäftigt und häufig in den alten Bundesländern auf Montage. 2002 ging er in Pension, weil bei ihm schwarzer Hautkrebs diagnostiziert wurde, der glücklicherweise ausgeheilt ist. Sein Sportlerherz gehört seit der Jugend dem Oederaner Fußball. „Ich habe mit Eberhard Vogel in der Kreisauswahl gespielt“, schmunzelt er. Stolz sind die Langes auf ihr Eigenheim, welches sie mit viel Liebe ausgebaut haben. Auch die Gartenarbeit zählt zu ihren täglichen Lieblingsbeschäftigungen. Eine wunderbare Erinnerung ist die dreiwöchige Urlaubsreise nach Brasilien, wo Sohn Alexander ein Austauschsemester absolviert hat. „Wir sind sehr dankbar, dass es unserer Familie gut geht“, ergänzt Erika Lange, die sich nach einem schweren Unfall 2017 ins Leben zurückgekämpft hat und den Alltag nun wieder großteils selbstbestimmt bewältigen kann.
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