MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Hannelore Lang

Die kleinen Dinge im Leben als Erfolg schätzen

Hannelore Lang

Handelskauffrau und Schulsachbearbeiterin
99687 Gotha

Hannelore Lang hat in ihrem Leben das heute sehr seltene Glück kennen gelernt, nie arbeitslos sein zu müssen. Sie hat alle ihre Ziele im Leben erreicht, was auch auf ihr großes Durchsetzungsvermögen zurückzuführen ist. Hannelore Lang wird 1949 in Brüheim geboren, nach dem Abschluss der zehnten Klasse möchte sie Schneiderin werden, doch es gibt keine Lehrstellen in ihrem Wunschberuf, für den sie schon als Kind viel genäht und dabei experimentiert hat. So erlernt sie den Beruf einer Köchin, die zweite Alternative, Bürokauffrau zu werden, traut sie sich nicht zu. Hannelore Lang lernt zweieinhalb Jahre in einem privaten Hotel in Gotha. Im Jahr 1968 heiratet sie ihren Mann Dieter. Dieser ist ein gelernter Tischler, hat später die Prüfungen als Polsterermeister abgelegt und arbeitet im Gothaer Kraftfahrzeugwerk. Nach der Wende fährt er zwölf Jahre Beton für eine Firma in Wiesbaden, muss dann aus gesundheitlichen Gründen ausscheiden und genießt seit 2004 seinen Ruhestand. Der im Jahr 1969 geborene Sohn Kai erlernt den Beruf eines Zerspaners, arbeitet beim Fernverkehr und ist jetzt bei der Firma „Continental“ in Waltershausen beschäftigt. Er lebt nach wie vor in seiner Heimatregion an der er sehr hängt und hat seine Eltern bereits mit vier Enkelkindern erfreut. Diese besuchen Oma und Opa gern und oft. Nachdem der Sohn aus dem Gröbsten heraus ist, wechselt Hannelore Lang zum Betrieb „Waren täglicher Bedarf – WtB“ und arbeitet hier in der Küche. „Das war eine sehr harte Zeit“, erinnert sie sich. Deshalb lässt sie sich später von ihrem Betrieb in die Abteilung für Reklamationen umsetzen. Während dieser Zeit schließt Hannelore Lang berufsbegleitend eine Facharbeiterausbildung zur Handelskauffrau ab. In ihrer neuen Tätigkeit überprüft sie beschädigte Waren, die von den Kunden wieder zurückgeschickt worden sind. Um mehr Geld zu verdienen, wechselt Hannelore Lang 1980 in das Schreibüro des Kombinates Chemisch-Technische Erzeugnisse. Hier bearbeitet sie Vorlagen aus den verschiedensten Bereichen. Durch die Wende wird das Kombinat aufgelöst und sie sucht nach einer neuen Tätigkeit. Diese findet Hanelore Lang 1990 in einer Förderschule für behinderte Kinder, das „Haus am Seeberg“, wo sie als Schulsekretärin beschäftigt wird. Der Wechsel in den Öffentlichen Dienst mit seinen Vorteilen erweist sich für sie künftig als ein Glücksgriff. Ab 1998 ist sie Sekretärin und Schulsachbearbeiterin mit einer vollen Stelle an einer Regelschule. Durch die Altersteilzeit kann Hannelore Lang bereits ab 2010 zu Hause bleiben und genießt zwei Jahre später offiziell ihren Ruhestand. Die rüstige Seniorin näht nach wie vor sehr gern und arbeitet oft im Garten. Die Mußestunden verbringt sie am liebsten mit ihrem Mann. Ärgern kann sie sich über Lügen und unehrliches Verhalten. Im Geiste ist sie oft mit ihrem Mann auf einer großen Städtetour durch Europa unterwegs, doch in der Praxis wird sich das wohl aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr realisieren lassen.
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