MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Rosemarie Landgraf

Immer in vertrauter Umgebung

Rosemarie Landgraf

Rentnerin
Kirchstr. 9
09306 Milkau

Im Winkel zwischen den Armen der Freiberger und Zwickauer Mulde sowie der Zschopau kam Rosmarie Landgraf 1946 im Örtchen Neuwerder zur Welt. Diese sächsische Landschaft blieb bis heute ihre Heimat. Ihr Vater arbeitete als Zimmermann in den Porphyrbrüchen auf dem Rochlitzer Berg, die Mutter kümmerte sich um die drei Kinder (Rosmarie war die Jüngste) und die kleine Landwirtschaft. Früh entdeckte Rosmarie Landgraf die Liebe zur mütterlichen Nähmaschine. So lag eine entsprechende Berufsausbildung, nach dem Schulbesuch in Döhlen und Zettlitz, wo sie die 8. Klasse abschloss, nahe. Geri-Kleidung hieß die Marke der textilverarbeitenden Industrie im nächsten größeren Ort Geringswalde. Hier absolvierte Rosmarie Landgraf die dreijährige Schneiderlehre. Zehn Jahre waren Oberbekleidung wie Jacken und Mäntel, oft für den Export gen Ost wie gen West produziert, ihre berufliche Herausforderung. Als 1971 der Sohn, 1972 die Tochter geboren wurden, blieb sie zu Hause. 1975 zog sie mit ihrem Mann Fred (Heirat 1968), der als Dreher und Meister der volkseigenen Industrie tätig war, in den nahen Ort Milkau. Hier überredete sie der Bürgermeister, für die Schulküche stundenweise tätig zu werden, besorgte ihr sogar einen Kindergartenplatz. So fing sie im örtlichen Gasthof an, qualifizierte sich zur Beiköchin. 1984 wechselte sie als Köchin zum Kreisbetrieb für Landtechnik in Naundorf, wo auch ihr Mann tätig war. Als die DDR-Strukturen 1991 abgewickelt wurden, wechselten Zeiten der Arbeitslosigkeit mit Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen bei der Gemeinde und beim Fußballverein. Ihr Mann Fred arbeitete nun zeitweise beim Obstbau in Döhlen, erkrankte aber dann schwer, so dass sie sich seiner Pflege widmen musste. Seit dem Jahr 2004 muss sie allein ihr Leben bewältigen. Sohn Gerd (Elektrotechniker) und Tochter Kathrin (Schneiderin bei der „Plauener Spitze) und das Enkelkind geben heute ihren familiären Rahmen. Und ihre geliebte Katze ist zu betreuen… Handarbeiten gingen ihr seit dem sechsten Lebensjahr flott von den Fingern. Noch heute gehören Garn und Nadel zur täglichen Übung. Blumen schmücken stets ihr Heim.
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