MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Monika Landmann

Die Kinderwünsche erfüllten sich doch

Monika Landmann

Dornewitzer Str. 29
06773 Gräfenhainichen
Fon: 034953 / 21757  

Viele Wünsche für die Zukunft hatte die 1958 geborene Monika Landmann. Vielleicht würde sie ja Friseurin, Gärtnerin oder Kindergärtnerin werden, vielleicht und am liebsten ja aber auch Busschaffnerin. Ihre Mutter glaubte schon damals: „Wenn du groß bist, gibt es das gar nicht mehr“ und nach dem Abschluss der 10 Klasse im Jahr 1974 hatte sich dann auch die junge Monika neu informiert. Während der in den Schulen üblichen Berufsberatung überzeugte man sie statt des weißen Kittels doch einen blauen zu wählen, dafür aber künftig über ein gutes Einkommen zu verfügen. So lernte sie zwei Jahre in der Filmfabrik Wolfen Chemiefacharbeiterin, blieb im Anschluss in dem Betrieb, arbeite in Schichten. Fast elf Jahre waren vergangen, aus der jungen Monika war die Ehefrau Monika Landmann geworden, Tochter Andrea war geboren. Der Familie zu Liebe gab sie die Schichtarbeit auf, suchte und fand neue Herausforderung als Hilfserzieherin im Kindergarten. Spät realisierte sie damit doch noch den einen ihrer Kindheitswünsche, Kindergärtnerin zu werden. Das wollte sie dann auch mit guten Kenntnissen sein, absolvierte hierfür eine 1 1/2-jährige Qualifikation zum Erzieherhelfer, konnte nun selbstständig eine Gruppe leiten. Die Geburt von Sohn Tobias führte zu einer einjährigen Babypause und danach zur Tätigkeit mit verkürzter Arbeitszeit im Kindergarten Gräfenhainichen. Mit der Wende gab es das große Erwachen: Die Qualifikation wurde nicht anerkannt, Entlassungen wurden avisiert. Ihr war klar dabei zu sein, galt sie doch nun als Nachqualifizierte und somit unzureichend ausgebildet. 1993 war es dann soweit, die Entlassung erfolgte. Die Stadt hatte zu dieser Zeit zwei Stellen in der Grünlandpflege ausgeschrieben, Monika Landmann erhielt eine davon und übte nun bereits den zweiten Berufswunsch ihrer Kindheit aus, das Gärtnern. 1993–2001 konnte sie die Arbeit machen, dann erkrankte sie schwer, wurde arbeitsuntauglich und erhielt drei Jahre lang EU-Rente. Mit einer langen Liste gesundheitlich nicht möglicher Tätigkeiten misslang die Rückkehr in den Arbeitsalltag. So freute sie sich über die Möglichkeit wenigstens stundenweise in einer Spielothek arbeiten zu können. Ihr gefällt es hier wegen der vielen Kontakte, der vielen Charaktere, die sie kennenlernen darf und der familiären Atmosphäre die dort herrscht. In Ihrer Freizeit genießt sie die Stunden mit Ehemann Karl-Heinz, kocht und backt gerne für ihn, die Kinder und die beiden Enkelkinder. Eine Familientradition hält sie dabei in Ehren: In der Osterwoche kocht sie zum Adjektiv passend am blauen Montag, gelben Dienstag, krummen Mittwoch und grünen Donnerstag.
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