MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Studienrätin Ingrid Langbein
Nicht nur künstlerisch aktiv
ehemals Lehrerin für Kunsterziehung und Staatsbürgerkunde jetzt Rentnerin Warnowallee 6 / 1001 18107 Rostock
Bäume, Pflanzen und Tiere sind die Motive, die Ingrid Langbein gern malt. Viele dieser Bilder verschenkt sie dann. Dieses künstlerische Talent begleitete sie nicht nur ein Leben lang, sondern half ihr auch schon über viele schwere Situationen hinweg. So beispielsweise als 2010 ihr Mann starb, mit dem sie 52 schöne Jahre verlebte. 1934 wird Ingrid Langbein in Malchin geboren. In Altstrelitz besucht sie von 1940 bis 1949 die Schule. Ihr Abitur macht sie 1953 in Neubrandenburg. Von dort geht es direkt nach Berlin, wo sie eigentlich Theaterwissenschaften studieren möchte. Doch tatsächlich beginnt sie ein Philosophiestudium. Ein bisschen liebäugelt sie auch mit der Journalistik. So arbeitet sie zumindest zeitweise in dieser Branche für die Pionierzeitung „Trommel“ aus dem Verlag Junge Welt. 1958 heiratet sie ihren Mann Peter, mit dem sie zwei Kinder großzieht. Zwischen 1961 und 1970 ist Ingrid Langbein Stadtverordnete in Falkensee und leitet einen Zirkel für Volkskunstarbeit. Zusätzlich absolviert sie an der Humboldt-Universität ein Zusatzstudium: Pädagogik für Leitungskräfte. 1971 kommt sie durch die Arbeit ihres Mannes nach Rostock. In der DDR-Bezirksstadt ist sie vielfältig im pädagogischen Bereich tätig – als Horterzieherin, Oberstufenlehrerin, Leiterin des Volkskunstzirkels sowie Fachlehrerin für Kunsterziehung und Staatsbürgerkunde. Für ihre berufliche Tätigkeit wird sie viermal mit dem Titel „Aktivist der sozialistischen Arbeit“ geehrt. Ihre außergewöhnlichen pädagogischen Leistungen werden mit dem Titel Studienrätin gewürdigt. Und die Ehrennadel der Nationalen Front in Silber erhält Ingrid Langbein für ihre engagierte Volkskunstarbeit. Auch politisch ist die Pädagogin aktiv. Ab 1978 ging sie an die POS „Ernst Thälmann“ als Parteisekretärin. Dem späteren PDS-Kreisvorstand gehört sie acht Jahre an. Die Teilnahme am kulturellen Leben, zu denen vor allem Konzertbesuche gehören, ist Ingrid Langbein nach wie vor wichtig. Regelmäßig hält sie sich auch mit Gymnastik fit. Großen Anteil nimmt die Studienrätin natürlich an der schulischen Entwicklung ihres Enkels. Dass die lebhafte und engagierte Rentnerin sehr naturverbunden ist, wird auch durch den kleinen Garten auf ihrem Balkon augenscheinlich. Und nicht zuletzt kommt das stets auch immer wieder auf vielen ihren Gemälden zum Ausdruck, die Bäume, Pflanzen und Tiere darstellen.