MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Dr. sc. med. Dieter Lamm
In Frieden und Eintracht leben
Uro-Gynäkologe und Chefarzt der Klinik „Maria Heimsuchung“ i. R.
13189 Berlin
Dieter Lamm kam am 15. Januar 1937 in Chemnitz zur Welt. Noch
während des Krieges zur Schule gekommen, schloss er diese 1955 mit
dem Abitur in seiner Heimatstadt ab, die mittlerweile Karl-Marx-Stadt
hieß. Im selben Jahr begann er in Berlin an der Humboldt-Universität
ein Medizinstudium, das er ab 1957 an der Medizinischen Akademie in
Dresden fortsetzte, wo er auch sein Examen bestand und zum Doktor
med. promovierte. Zwischen 1960 und 1963 wirkte er als Assistenzarzt
in Liebenwalde und von da an bis 1986 – eine lange Zeit! – als Oberarzt
an der Frauenklinik der Humboldt-Uni in Berlin. Hier legte er seine
B-Promotion ab. Dann folgten noch zwei weitere Stationen in seinem
beruflichen Werdegang, bevor er 1999 in den Ruhestand trat. 1986 wurde
er Chefarzt am St. Joseph-Krankenhaus und 1993 ebenso Chefarzt von
„Maria Heimsuchung“, heute Caritas-Klinik, in Pankow.
Seine Philosophie als anerkannter Mediziner und erfahrener Arzt
über fast ein halbes Jahrhundert beruft sich auf die Würde des Menschen.
Er, im Krieg geboren und ein Leben in Frieden und Eintracht als
wahres Glück empfindend, zieht als Fazit die schlichte Wahrheit: „Wir
sind alle Gottes Geschöpfe“. Seine wissenschaftliche Arbeit auf seinem
Fachgebiet über die vielen Jahre hin ist enorm: rund 220 Fachvorträge,
über 400 populärwissenschaftliche Vorträge, 90 selbst verfasste Arbeiten,
Mitautor an einem Lehrbuch der Uro-Gynäkologie.
Dieter Lamm ist von Jugend an sehr religiös erzogen worden, hat
sich viel mit Religion beschäftigt und ist dann zum Katholizismus
konvertiert.
Berufsbedingt und durch seine religiöse Weltanschauung dafür bestens
prädestiniert, bekleidete Dieter Lamm vor allem nach der Wende
viele Ehrenämter, wirkte in Fachgesellschaften, wurde über zwei Legislaturperioden
der gesundheitspolitische Sprecher der CDU Pankow,
ohne Parteimitglied zu sein, bildete Ärzte fort auf seinem Fachgebiet und
wurde sogar Aufsichtsrat der Alexianerbrüder, des ältesten Pflegeordens
in Deutschland für Psychiatrie.
Im Jahr 2000 wurde ihm das Bundesverdienstkreuz verliehen.
Noch wichtiger ist ihm bis heute seine Familie: seine Frau Karin, die er
schon 1961 heiratete, und die beiden Kinder Veronika und Thomas. Ein
Kleeblatt von vier Enkelkindern ist auch schon da und schmückt den
Lebensbaum aus Frieden und Eintracht.